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Okt. 08, 2012 Redaktion Hunde 4
Der Zwingerhusten hat nichts mit der Haltung von Hunden in Zwingern zu tun. Darum ist es auch besser, wenn man von Hundegrippe oder Hundehusten spricht. Es kann jeder Hund an einen sogenannten Zwingerhusten erkranken.
Doch welche Ursachen führen zu einen Zwingerhusten/Hundehusten ? Zuerst muss erst einmal gesagt werden, dass es sich bei dieser Krankheit um eine Infektionskrankheit handelt, die ansteckend ist.
Auslöser dafür sind bestimmte Erreger wie Viren und Bakterien. Doch können noch weitere Keime bei der Ansteckung dazu kommen, die dann den Heilungsprozess erschweren.
Die Übertragung selbst erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion. Die Erkrankten übertragen durch Niesen und Husten die Erreger auf andere.
Ausbrechen kann der Zwingerhusten/Hundehusten dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Durch Stressfaktoren kann eine Schwächung eintreten. Zu den Stressfaktoren zählen Parasitenbefall, die Wachstumsphase oder auch Zahnwechsel.
Beachtet werden sollte, dass Menschen Hunde mit Grippe anstecken können. Umgekehrt geht es aber nicht.
Die Ansteckung kann vielseitig sein. Besonders stark ist die Ansteckung in Massentierhaltungen, Hundepensionen, Tierheimen und auch auf Hundeausstellungen.. Wo viele Menschen und auch Tiere unterschiedlicher Herkunft zusammen treffen, treten sehr oft diese Infektionen auf.
Wer mit seinem Hund zu einer Schutzhundeausbildung geht, sollte beachten, dass alle Hunde in den gleichen Schutzarm beißen. Doch auch bei allen Spaziergängen durch ein beliebtes Auslaufgebiet kann sich das Tier sehr schnell anstrecken.
Welche Symptome hat der Zwingerhusten/Hundehusten ?
Kurz nach der Ansteckung treten Husten, Atembeschwerden und Nasenfluss auf. Es kommt zu einer Entzündung der Bronchien, des Kehlkopfes und der Luftröhre. Der Husten kommt anfallartig und wird von einem starken Würgereiz begleitet. Meistens ist das Allgemeinbefinden des Hundes nicht beeinträchtigt.
Auch das Futter wird vom Hund genommen und kann gut geschluckt werden. Bei einer einfachen Infektion tritt auch kein Fieber auf. Handelt es sich um eine schwerwiegende Erkrankung hat der Hund eine fiebrige Lungen- und Brustfellentzündung. In den meisten Fällen dauert der Zwingerhusten/Hundehusten so 14 Tage mitunter aber auch nur wenige Tage.
Doch es gibt auch Erkrankungen, bei denen der Zwingerhusten mehrer Monate dauert und auch zum Tode führen kann. Handelt es sich um einen schweren Krankheitsverlauf oder einer langen Krankheitsdauer, dann können Folgeschäden auftreten und zwar an Herz und Lunge.
Der Nasenausfluss ist anfangs wässrig-klar. Durch bakterielle Erreger kann er eitrig werden. Die Dauer des Nasenausflusses kann ebenfalls unterschiedlich lange dauern. Tritt Fieber und eitriger Nasenausfluss auf, dann sollte unbedingt der Tierarzt prüfen, ob eine Staupe vorliegt.
Wie wird der Zwingerhusten/Hundehusten behandelt ?
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Krankheit. Ist der Hundehusten nach ein bis zwei Tagen vorüber, ist keine Behandlung notwendig. Zum größtem Teil ist das Abwehrsystem des Hundes meistens so stark, dass der Körper des Hundes sehr gut damit selber fertig wird.
Bei schweren Fällen, also eitriger Nasenausfluss, Fieber und schlechtem Allgemeinbefinden, ist unbedingt und dringendst der Tierarzt aufzusuchen.
Dieser wird das Tier medikamentös mit Antibiotika, schleimlösenden und fiebersenkenden Mitteln versorgen. Auch ein Aufbau des Immunsystems ist ratsam.
Bei Vermutung einer Lungenentzündung oder zum Ausschluss eines Herzleidens sollte eine Röntgenaufnahme von Lunge und Herz gemacht werden.
Ebenfalls ist bei schweren Krankheitsfällen zusätzlich eine Blutuntersuchung anzustreben, da ein langer und komplizierter Krankheitsverlauf zu Spätschäden und sogar zum Tode führen kann.
Auf jeden Fall sollte man einen Zwingerhusten/Hundehusten nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Wie kann einem Zwingerhusten/Hundehusten vorgebeugt werden ?
Einen Einzelimpfstoff für Zwingerhusten/Hundhusten gibt es in Deutschland nicht. Es gibt nur eine Kombination und zwar aus Staupe-, Hepatitis- und Parvovirose- Impfung. Erhält das Tier jährlich Kombinationsimpfung, so kann der Zwingerhusten gut miteinbezogen werden.
Auch kann ein Nasenimpfstoff verabreicht werden. Der Impfstoff wird in beide Nasenlöcher des Hundes geträufelt. Dieser Impfstoff schützt aber nur gegen die Bakterienart „Bordetella“.
Er wirkt aber schon nach wenigen Tagen und der Impfschutz hält aber nur ca. 6 bis 8 Monate. Eine Impfreaktion, wie Husten, Schnupfen und Nasenfluss, kann für einige Tage auftreten.
Weitere Vorbeugungen gegen Hundehusten sind die Vermeidung von Stress, Injektion von Paramunitätsinducer und die Verabreichung von Echeinacea-Präparaten.
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