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Juni 17, 2014 Marita Schuster Hunde 0
Zahnstein kann beim Hund, wie beim Menschen, zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen. Eine Vorbeugung und regelmäßige Kontrolle sind Pflicht für jeden Hundehalter. Das Gebiss des Hundes besteht , genau wie das des Wolfes, aus 42 Zähnen und hat sich in drei Millionen Jahren Entwicklungsgeschichte so gut wie nicht verändert. Im Alter von vier bis sechs Wochen bekommen Welpen ihr Milchgebiss, das zunächst nur aus 28 Zähnen besteht. Der Zahnwechsel erfolgt dann mit dreieinhalb bis vier Monaten und ist in der Regel im Alter von sechs Monaten abgeschlossen.
Die meisten Hunderassen haben ein sogenanntes Scherengebiss, bei dem die oberen Schneidezähne über die untere Zahnreihe greifen. Eine Besonderheit des Hundegebisses ist, dass der Hund mit dem Kiefergelenk kaum kaut, sondern dass die hinteren Zähne wie ein schneidender Brechscherenmechanismuswirken. Die Eck- und Fangzähne sind hauptsächlich zum Verbeißen in die Beute gedacht.
Zahnprobleme machen krank
Gesunde Zähne und ein kräftiges Gebiss sind eine wesentliche Voraussetzung für die Gesundheit und eine hohe Lebensqualität bei einem Hund. Doch genauso wie bei Menschen können auch die Haustiere Zahnprobleme bekommen, die alles andere als ungefährlich sind. So gilt unbehandelter Zahnstein als Auslöser für zahlreiche Zahn-, Maul- und Kiefererkrankungen. Er bildet den idealen Nährboden für Bakterien, die zu Zahnfleischentzündungen und Parodontitis führen können. Gelangen die Bakterien in den Organismus, kann es zu Schäden an Leber, Nieren oder Herz kommen. Im schlimmsten Fall kann sogar ein Organversagen die Folge sein. Leider sind im Laufe ihres Lebens die meisten Hunde von Zahnstein betroffen.
Zahnstein rechtzeitig erkennen
Damit man den Zahnstein rechtzeitig erkennt, muss man die Zähne des Hundes regelmäßig kontrollieren. Dafür ist es am besten, wenn man das Haustier schon von klein auf an diese Prozedur gewöhnt. Sind die Zähne mit einer festen, gelblich bis bräunlichen Masse umlagert, die sich auch durch eine vorsichtige Behandlung mit einer Zahnbürste nicht entfernen lässt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Zahnstein. Dann hilft nur noch der Gang zum Tierarzt, der den Zahnstein unter Narkose entfernt. Macht man das nicht, läuft man Gefahr, das der Hund womöglich an einer Zahnfleischentzündung oder Parodontitis erkrankt. Ein sicheres Zeichen dafür, dass mit dem Gebiss des Hundes etwas nicht stimmt, ist Mundgeruch. Hält dieser über einen längeren Zeitraum an, sollte der Tierarzt unbedingt nach dem Gebiss sehen.
Zahnstein kann man vorbeugen
Damit dem Hund der Gang zum Tierarzt erspart bleibt, kann man mit regelmäßiger Zahnpflege vorbeugen. Hunde sollten deshalb schon früh ans Zähneputzen gewöhnt werden. Spezielle Zahnpasten mit für den Hund angenehmen Geschmacksrichtungen erleichtern das Training. Eine Zahnpasta von Menschen ist für Hunde nicht geeignet, da sie für Haustiere unverträgliche Substanzen enthalten. Zusätzlich sollte dem Hund viel Hartes zum kauen gegeben werden. Dafür eignen sich besonders gut Kauknochen aus Rinderkopfhaut, Kauohren oder auch spezielle Zahnpflege Sticks.
Auch Katzen bekommen Zahnstein
Natürlich bekommen auch Katzen Zahnstein. Nur leider kann man keine Katze an das Zähneputzen gewöhnen. Mittlerweile werden aber spezielle Zahnpflege Snacks und Trockenfutter, die auf dem Speiseplan einer Katze stehen sollten. Übrigens: Katzenkinder haben 26 Milchzähne und als erwachsene Katze dann 30 Zähne. Zwei Wochen nach der Geburt kommen die Milchzähne. Der Zahnwechsel erfolgt mit dem dritten bis vierten Lebensmonat und ist mit acht Monaten abgeschlossen. Eine Katze hat vier gebogene Eckzähne, die alle anderen Zähne überlagern. Sie dienen zum Fassen und Töten der Beute. Die kleinen Schneidezähne werden nicht zum fressen, sondern für die Fellpflege genutzt.
Foto: © N.Schmitz / pixelio.de
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