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Juli 05, 2018 Redaktion Allgemein, Aquaristik, Exoten, Fische, Hunde, Katzen, Nagetiere, Nutztiere, Pferde, Terraristik, Tierschutz, Videos & Bilder, Vögel, Wildtiere 0
Angriff und Abwehr
Leguane nutzen ihren schuppigen Schwanz um heftig zuschlagen zu können. Auch die Dornschwanzagame, nutzt ihren stachelbewehrten, kräftigen Schwanz als Waffe. Der Skorpion hat ein noch effektiveres Kampfgerät, denn an seinem Schwanzende befindet sich ein Giftstachel. Kühen und Pferden dagegen nutzen ihren Schwanz dazu, um lästige Insekten zu verscheuchen.
Balance und Steuerung
Der Gepard nutzt bei Jagd seinen langen Schwanz, um sein Gleichgewicht zu halten. Gleichermaßen machen dies alle katzenartigen Tiere. Auch das Känguru wäre ohne seinen kräftigen Schwanz wahrscheinlich nur ein schwankendes Wesen. Mit dem Schwanz kann es beim Hüpfen und Sitzen die Balance halten. Zudem kann es sich beim Kämpfen auf ihn stützen. Auch Eichhörnchen balancieren sich mithilfe ihres Schwanzes aus. Bibern, Krokodilen und Walen dient er dagegen als Steuerung und Antrieb.
Drohen und Freuen
Hunde wie Katzen kommunizieren mit ihrem Schwanz. Wenn Nachbars Waldi mit dem Schwanz wedelt, freut er sich, kneift er ihn ein, hat er Angst. Die Katze kann ihren Schwanz dick aufplustern und warnt uns damit. Besser, wir lassen sie eine Weile in Ruhe. Hebt das Stinktier seinen Schwanz, ist es ebenfalls schlauer, auf Distanz zu gehen, denn in der Regel spritzt es dann sein stinkendes Sekret meterweit. Muss ja nicht!
Teil des Liebesspiels.
Der Pfau selbst besitzt keinen Schwanz. Das Hinterteil des Weibchen besteht aus braun-schwarzen Federn. Dagegen besitzt das Männchen einen prächtiges farbenfrohes Federkleid. Dieses faltet er in der Fortpflanzungszeit aus, um mit diesem die Weibchen zu beeindrucken. Dieser Vorgang nennt man die Balz. Dies ist das werbende Vorspiel der Begattung von Tieren. Zusätzlich nutzt der sein Federkleid als Drohgebärde, um andere Lebewesen zu verjagen.
Kuscheln und Zusammenbleiben
Tiere mit einem buschigen Schwanz haben ihre Schlafdecke immer bei sich. Eichhörnchen, Fuchs und Siebenschläfer rollen sich zum Schlafen zusammen und decken sich mit ihrem Kuschelschwanz zu. Der dünne Elefantenschwanz taugt dafür nicht, wohl aber zum Festhalten. Wie die Kindergartengruppe am Seil marschieren die Dickhäuter Rüssel an Schwanz und bleiben dadurch zusammen. Obwohl so ein Elefant wahrscheinlich gar nicht so schnell verlorengeht.
Reserve und Revier
Einige Schlangen und Echsen nutzen ihren Schwanz als Depot. Sie speichern Wasser oder Fett darin und überleben dadurch Trockenzeiten und Perioden mit geringem Nahrungsangebot. Das Nilpferd schleudert mit seinem kurzen Schwänzchen den eigenen Kot durch das Wasser und markiert so sein Revier. Auch eine Variante.
Und dann gibt es natürlich noch die, bei denen ein Schwanz wie eine zusätzliche Hand genutzt wird. Klammeraffen beherrschen das perfekt und wirken dabei sehr entspannt. Naja, wir wären vielleicht auch gelassener, wenn eine Zusatzhand rechtzeitig das Glas auffängt, bevor es auf den Fliesen zerschelllt oder wie nebenbei hinter dem Kind aufräumt. Das hätten wir uns allerdings mal früher überlegen sollen, denn unser Schwanz hat sich im Zuge der Evolution zurückgebildet, weil wir ihn nicht brauchten. Übrig geblieben ist davon nur noch das Steißbein.
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