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Feb. 06, 2018 Redaktion Allgemein, Tierschutz, Wildtiere 0
Man erkennt diese etwa katzengroßen Tiere an ihrer typisch schwarzweißen Gesichtsfarbe, dem meist geringelten Schwanz, dem grauen oder schwarzen Fell und der pummeligen zugleich buckeligen Gestalt. Sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und verfügen über sehr gute Kletterkünste. Des weiteren gehören sie zu den intelligentesten Tieren, die in Europa leben.
Seine Nahrung sucht der Waschbär am Grund von flachen Gewässern, aber ebenso auf dem Boden und in Bäumen. Die Nahrung setzt sich aus Kleintieren jeglicher Art (Insekten, Mäuse etc.) und einem großen pflanzlichen Anteil zusammen (Früchte, Nüsse, Eicheln, Mais etc.)
Diese Tiere gehören nicht zu den Einzelgängern, sondern die weiblichen und männlichen Tiere leben in jeweils sozialen Zusammenhängen. Einmal im Jahr, meist Mitte April, werden 2-5 Junge zur Welt gebracht.
Die Waschbären wurden im letzten Jahrhundert vom Menschen nach Europa eingeführt, um sie speziell für die Textilverarbeitungsbranche zu züchten. Bei der Überführung entflohen einige Tiere. Weitere wurden absichtlich freigelassen. So vermehrten sie sich im Laufe der Zeit und sind heutzutage im gesamten europäischen Raum häufig anzutreffen.
Diese überaus schlauen als auch neugierigen Kerlchen besitzen einen hoch entwickelten Tastsinn, welchen sie zur Nahrungssuche einsetzen. Diese erfolgt in zunehmendem Maß auch in den Dorf- und Stadtgebieten der Menschen, welche sie als reines Schlaraffenland ansehen. Dort
bedienen sie sich besonders gern in Mülltonnen und an den in den Gärten angebauten Pflanzen und Früchten. Dabei hinterlassen sie dem Menschen oftmals ein reines Chaos, bestehend aus enormen Sachschäden und massiven Einbußen bei der Ernte. Sollte der Grundstücksbesitzer Haustiere besitzen, ist empfehlenswert, diese vom Waschbär fernzuhalten, da die Gefahr besteht, dass er die Haustiere als Bedrohung (.z.B. Katze, Hund etc.) oder als potentielle Nahrung (z.B. Hühner insbesondere Küken) wahrgenommen wird.
Doch ein Waschbär bedeutet nicht gleich Chaos! In Einzelfällen bereiten sie dem Menschen keinen Ärger, sondern leben mit gewisser Distanz friedlich zusammen.
Da Waschbären ihr Liebesleben scheinbar sehr genau nehmen, vermehren sie sich drastisch schnell und haben sich zu einer echten Plage entwickelt.
Zum Zwecke der Schadensabwehr darf ein Grundeigentümer in einem befriedeten Bezirk bestimmte, bei ihm lebende Wildtiere, wozu auch der Waschbär gehört, fangen und töten. Dabei müssen jagd- und tierschutzrechtliche Vorschriften (z.B. Schonzeiten) eingehalten werden, z.B. ist es verboten, vergiftete Köder auszulegen. Wenn man einen oder mehrere Waschbären aus der Kleingartenanlage entfernen will, wendet man sich an eine sachkundige Person z.B. den örtlichen Jagdpächter bzw. an die Bevollmächtigten der Unteren Jagdbehörde (z.B. Förster). Zusätzlich sind die Jagd- und Schonzeiten sind zu beachten!
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