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Okt. 25, 2013 Redaktion Allgemein 5
Ohne Frage ist es so, dass auch unsere Hunde gewissen Modetrends unterliegen und eine Rasse, die gestern noch sehr begehrt und angesagt schien, plötzlich „out“ ist. Das gilt – natürlich (!) – für so genannte Schoßhunde, die allein „aus Spaß an der Freude“ umsorgt und gehegt werden. Doch auch bei den Dienst- und Gebrauchshunden lassen sich bestimmte Tendenzen und Verschiebungen nicht (ver)leugnen …
Tatsache ist, dass der pfeilschnelle und mutige Malinois, auch hierzulande, bei Zoll und Polizei den Deutschen Schäferhund verdrängt hat. Umso mehr in den Staaten, wo die Belgischen Schäferhunde vom United States Secret Service (meist Secret Service abgekürzt) sogar zum Schutz des Präsidenten eingesetzt werden.
Ein Schicksal, das auch andere deutsche Hunderassen, wie den Rottweiler und Dobermann, schon ereilt hat. Erster war den Behörden irgendwann, trotz beeindruckender Kampfkraft und unerschrockenem Wesen, zu langsam und behäbig, wobei, wie auch beim Dobermann, das schwarze Fell erschwerend hinzukam. Denn das bewirkte, dass die Hunde in den heißen Sommermonaten oftmals müde und schlapp waren. Und wem nützt ein Gebrauchshund, der „hitzefrei“ hat und wegen der Sonneneinstrahlung keinen Dienst tut!?
Auch den Airedale-Terrier sieht man hierzulande äußerst selten im Gespann mit Vollzugsbeamten, wenngleich auch der zu den in Deutschland anerkannten und zugelassenen Diensthunderassen gezählt wird. Wie übrigens auch der Boxer, der freilich, wie alle kurzschnäuzigen Rassen, mit Atem- sowie Lungen- und Herzproblemen zu kämpfen hat. Manche Gebrauchshundeführer sagen daher frank und frei, dass sie sich selbst (und auch dem Hund, dem ja im Dienst einiges abverlangt wird) diesen Stress lieber nicht antun.
Dennoch ist es so, dass einige von jenen, die da „dienstlich ausgemustert“ wurden, privat nach wie vor sehr beliebt sind. Allen voran der Deutsche Schäferhund, der auch nach der Fernseh-Pensionierung von „Kommissar Rex“ noch angesagt scheint. Denn der führt die Hitliste der beliebtesten Rassehunde nach wie vor an, wenngleich sich die bei den offiziellen Züchtern registrierten Geburten seit der Jahrtausendwende halbiert haben!
Auf Platz zwei landet nach Auskunft des Verbands für das Deutsche Hundewesen dann der Teckel, wobei auch der Rottweiler, auf Platz 9 (und damit vor dem Berner Sennenhund), noch sehr beliebt ist. Wen wundert`s? Schließlich gehören diese eindrucksvollen Tiere, wie das „Rottweiler Forum“ erklärt , zu den ältesten reingezüchteten deutschen Rassen an und lassen sich bis ins Altertum zurückverfolgen: „Die Hunde zogen mit den römischen Legionen über die Alpen, beschützten die Menschen und trieben das Vieh!“
Tatsächlich sei der Rottweiler nie arbeitslos gewesen und habe sich (was viele Liebhaber als wahren Segen empfinden) nie zu einem Mode- oder Luxushund entwickelt. Etwas, das der Pudel bestimmt nicht von sich behaupten darf. Dennoch handelt es sich bei den Pudeln, wie Hundeexperte Martin Rütter in (s)einer Fernseh-Sendung klarstellt, um durchaus kernige Burschen, die (wohl auch wegen ihrer aufwendigen Frisur) von manchen deutlich unterschätzt werden.
Denn in der Tat hat auch der Pudel, der in der Hitliste der beliebtesten Hunde einen guten sechsten Platz belegt, (s)einen „Beruf“: Pudel waren ursprünglich Jagdhunde, die mit dem Waidmann auszogen und dann die Beute aus dem Wasser apportiert haben. Und auch als Hütehund sollen sich die heute oftmals so verhätschelten Schoß- und Ausstellungshunde schon bewährt haben.
Es liegt also auch am Halter, wie (s)ein Hund ausschaut und auftritt!
Copyright by: Peter Hoffmann
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