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Dez. 31, 2014 Manuela Vogt Vögel 0
Wellensittich-Milben sind Verursacher der nicht ungefährlichen Schnabelräude, die unbehandelt große Qualen verursacht und sogar zum Tod führen kann. Rechtzeitig erkannt, lassen sich die Milben aber gut bekämpfen.
Die Wellensittich-Milben, die bei den Vögeln Schnabelräude verursachen, gehören zu den Grabmilben (Knemidokoptes plae). Sie sind weniger als 0,5 mm groß und deshalb mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen.
Diese Milben sind für Wellensittiche nicht grundsätzlich gefährlich. Sie werden meist schon während der Nestlingszeit übertragen und bereiten in geringer Zahl kaum einem Vogel Probleme. Eine gegenseitige Ansteckung zwischen erwachsenen Wellensittichen ist recht selten.
In Stresssituationen wie Besitzerwechsel oder bei Krankheit, vermehren sich diese Milben explosiv, da das Immunsystem des Vogels geschwächt ist. Diese Milben-Invasion ist für die Schnabelräude bei Wellensittichen verantwortlich und muss unbedingt behandelt werden.
Eine weitere Milbenart bei Wellensittichen ist die Kalkbeinmilbe, die ausschließlich die Beine befällt.
Die Anfänge der von den Wellensittich-Milben verursachten Schnabelräude sind schwer zu erkennen. Meist beginnt sie mit leichten Belägen an Schnabelwachshaut und -winkeln. Diese Beläge sind borkig und werden mit der Zeit immer mehr.
Wer genau hinschaut, kann nun auch die Bohrgänge der Milben erkennen. Diese Form der Räude breitet sich immer weiter aus. Spätestens wenn Augen, Beine und Kloake ebenfalls befallen sind, leiden die Tiere unter starkem Juckreiz.
Eine Behandlung ist zwingend notwendig, denn unbehandelt führt die Räude zu Atemproblemen bis hin zum Tod, Gefiederschäden und Schnabeldeformationen, die es dem Vogel schließlich unmöglich machen selbstständig zu fressen.
Ein leichter Milbenbefall lässt sich gut mit Öl behandeln. Dieses wird täglich über mehrere Wochen auf die betroffenen Stellen getupft und verstopft die Bohrgänge, sodass die Milben ersticken.
Da das Einfangen der Wellensittiche mit viel Stress verbunden ist, ist eine Behandlung mit Ivermectin meist die bessere Lösung. Hierfür tupft der Tierarzt das Medikament in den Nacken des Vogels. In schweren Fällen kann das Medikament auch gespritzt werden.
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