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Nov. 22, 2012 Redaktion Hunde 0
Bei der Collieaugen-Anomalie, abgekürzt auch CEA genannt, handelt es sich um eine Erbkrankheit, die bei der Hunderasse Collie und anderen artverwandten Rassen auftritt und die Sehfähigkeit des Hundes stark beeinträchtigen kann.
Bereits in dem embryonalem Stadium des Hundes tritt die rezessiv vererbbare Krankheit Collieaugen-Anomalie, die im Jahr 1953 von W.G. Magrane in den USA zum ersten Mal beschrieben wurde, auf und schädigt die Netzhaut und Aderhaut des Hundes, das in einzelnen Fällen sogar zu einer frühen Erblindung des Vierbeiners führen kann.
Besonders an der Linsentrübung bei einem betroffenen Hund, kann man diese Krankheit ab seiner 9. Lebenswoche selbst erkennen und medizinisch feststellen lassen.
Die rezessive Colliaugen-Anomalie entwickelt sich schon im Mutterleib, aber muss nicht unbedingt sofort ausbrechen. Bei vielen Hunden ist der Krankheitsverlauf unterschiedlich und es gibt welche die bereits schon im frühen Hundealter erblinden, aber es gibt auch wiederum Hunde, die durch diese Sehstörung nicht beeinträchtigt sind.
Bei der Erblindung des Hundes kommt es nicht auf das Alter an, da die kranken Hunde, nicht wie angenommen, im hohen Alter erblinden, sondern schon bereits frühzeitig ihre Sehkraft verlieren können. Mediziner fanden heraus, dass die Krankheit normalerweise nicht fortschreitet, aber es kann zu Netzhautablösungen kommen, was anschließend zur, bereits erwähnten, Erblindung des Hundes führt.
Statistisch gesehen tragen ca. 80-90 % der stark betroffenen Collierasse das kranke Gen in sich und zeigen auffällige Merkmale, dennoch haben sie keine verminderte Sehkraft. Andersrum kann bei Hunden die keine Auffälligkeiten in den Augen haben, das kranke Gen dennoch im Körper sein.
Aufgrund dieses Falles spricht man von einem rezessiven Erbgang, da Hunde auch das Gen in sich haben können, ohne das es ausgebrochen ist, aber es dennoch an ihre Nachkommen weitergeben, bei denen es möglicherweise zu der Krankheit führen kann.
Allgemein kann man jedoch sagen, dass ein Hund mit Collieaugen-Anomalie das gleiche Alter, wie ein gesunder Hund erreichen kann und in seinen Lebenserwartungen nicht besonders eingeschränkt sein muss.
Bei der beschriebenen Krankheit sind beide Augen des Hundes betroffen, die aber unterschiedlich stark beeinträchtigt sein können, was man frühzeitig, mittels einer Ophthalmoskopie medizinisch abklären lassen kann. So kann zum Beispiel ein Auge im Laufe der Zeit vollständig erblindet sein und das andere Auge nur leicht betroffen sein.
Bis heute gibt es keine medizinischen Behandlungsmethoden, man kann jedoch bei Netzhautablösungen eine Lasertherapie vom Tierarzt verlangen, die mittlerweile angeboten wird.
Aufgrund der wenigen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sollte man als Halter eines betroffenen Hundes, dem Vierbeiner eine gute Lebensqualität ermöglichen und seine Sehstörung berücksichtigen und seiner Natur anpassen. Mit einem guten Umgang und Pflege mit dem kranken Hund, kann dieser ein fast gleichwertiges Leben, wie andere gesunde Hunde im gleichen Alter führen.
Da man aber bereits nach der neunten Lebenswoche des Hundes die Collieaugen-Anomalie erkennen kann, sollte man den betroffenen Hund nicht zum Züchten verwenden und somit Nachkommen zeugen, da diese Augenkrankheit in jedem Fall vererbbar ist und man somit fahrlässig und nicht verantwortungsbewusst mit dieser nicht zu unterschätzenden Krankheit umgeht.
Man sollte in diesem Fall über ein vorsorgliches Screening mittels Ophthalmoskopie nachdenken und die Daten mit Hilfe einer zentralen Datenbank für die Zuchtwertschätzung verwenden.
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