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Nov. 22, 2012 Redaktion Hunde 0
Bei dem Ektropium bei Hunden handelt es sich um eine größtenteils vererbbare Krankheit, die sich dadurch äußert, dass bei den betroffenen Hunden besonders die unteren Lider stark herunterhängen.
Diese auffällige Erkrankung ist besonders bei Bloodhounds, Bernhardiner und Neufundländer zu erkennen, bei denen das zu einem stilistischen Merkmal geworden ist und sie deshalb gerne zur Zucht verwendet werden. Jedoch leiden die betroffenen Hunde unter dieser Krankheit, da sie viel öfters Binde– und Hornhautentzündungen bekommen als gesunde Hunde und somit stets rote gereizte Augen haben, sowie ein schleimiger Ausfluss aus ihren Augen sich heraus bildet.
Auch der Abfluss der Tränenflüssigkeiten kann nicht mehr kontrolliert werden, was somit zur Folge hat, dass die Lider ihre ursprünglichen Funktionen nicht ausüben können und sich deshalb auch nicht mehr vollständig schließen können. Nicht nur Hunde, sondern auch Menschen können unter dieser Krankheit leiden, die entweder vererbt werden kann, durch einen Unfall geschehen ist oder im höheren Alter auftritt, da hier die Elastizität der Haut nachlässt. Aber in all diesen Fällen kann das Augenlid medizinisch behandelt und korrigiert werden.
Aufgrund der roten Farbe des Augenlides, kann man die Bindehaut des Hundes erkennen, da diese frei liegt und sich durch Einwirkungen von außen bedrohlich entzünden kann und Schmerzen hervorrufen kann. Wegen dieser Gefährdung ist es möglich schon frühzeitig einen Tierarzt zu kontaktieren, um einen operativen Termin zu vereinbaren, damit die Lidspalte korrigiert wird und der Hund keine Schmerzen mehr haben muss.
Eine Operation wird aber erst bei einem erwachsenen Hund gemacht, da somit gewährleistet werden soll, dass der Körper des Hundes, insbesondere in diesem Fall die Augenlider, vollständig entwickelt ist.
Die betroffenen Hunde haben eine offen liegende Hornhaut, die anfangen kann sich zu vernarben und zu einem späteren Zeitpunkt, zu sehr starken Seheinschränkungen des Hundes führen kann, die dauerhaft bleiben können. Auch wenn der Hund einen vermehrten Tränenfluss hat, kann schnell die Diagnose Ektropium gestellt werden.
Zeitgleich zu einem Ektropium kann sich auch bei einigen Vierbeinern ein Entropium im Augenlid befinden. Beim Ektropium hängt, wie bereits beschrieben, dass untere Lid herunter, aber bei einem Entropium rollt sich das obere Lid nach oben.
Beide Krankheiten können operativ korrigiert werden und können gemeinsam oder einzeln bei Hunden auftreten. Bei dem Entropium wird das Augenlid bei einem erwachsenen Hund gestrafft und bei jüngeren Hunden, die stark unter dieser Krankheit leiden, vorübergehend mit Klammern oder Nähten „getackert“.
Das straffen dieses Lides ist für den Tierarzt eine einfache Operation und die Diagnose ist bei der Betrachtung der Lider auch sehr einfach zu stellen. Wenn die Operation frühzeitig erfolgt, wird der Hund keine Schäden, wie beispielsweise eine vernarbte Hornhaut, davontragen.
Im Gegensatz zu den Hunden, die unter einem Ektropium leiden, sollten die betroffenen Hunde, die ein gerolltes Augenlid haben, nicht weiter gezüchtet werden, da dieses nicht typisch für Hunderassen ist und auch gefährliche Konsequenzen für den Hund haben kann.
Bei den Hunden mit einem Entropium kann nämlich auch eine Hornhautverletzung vorkommen, die gefährliche und schmerzhafte Entzündungen hervorrufen kann. Wenn jedoch die Diagnose frühzeitig erkannt wird, können entsprechende Behandlungen diese Schäden und Schmerzen bei dem Hund verhindern.
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