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Okt. 31, 2016 Manuela Vogt Wildtiere 0
Maikäfer sind nur noch selten zu sehen. Was essen Maikäfer und wie leben sie?
Maikäfer gehören zu den Blatthornkäfern und gelten aufgrund des zurückgegangenen Bestands als gefährdet. Den Namen Blatthornkäfer verdanken sie ihren Fühlern, die am Ende wie ein Blätterfächer aussehen. In Deutschland sind vor allem die Unterarten Feld- und Waldmaikäfer verbreitet.
Von Mai bis Juli sind sie aktiv und schwirren in dieser Zeit gern an Waldrändern und Gegenden mit vielen Wiesen und Laubbäumen.
Bis zu 4 cm werden die Käfer lang. Typisch sind neben den Fühlern auch die braunen Deckflügel mit den Längsstreifen bzw. -rippen, die schwarze Unterseite und die seitlichen, weißen Dreiecke. Der Maikäfer hat noch einen kleineren Verwandten mit dem Namen Junikäfer.
Die weiblichen Maikäfer legen nach der Paarung ihre Eier im Boden ab. Bis zu vier Jahre brauchen die geschlüpften Engerlinge bis sie nach der Verpuppung zum Käfer werden. Diese krabbeln ab Mai aus dem Boden heraus und paaren sich miteinander. Länger als vier Wochen leben sie nicht. Die Männchen sterben direkt nach der Paarung, die Weibchen legen zunächst noch ihre Eier.
Die Engerlinge, die Larven des Maikäfers, werden bis zu 6 cm lang und haben großen Hunger. Da sie in der Erde leben, fressen sie Wurzeln und Triebe. Dass sie die Erde verlassen ist eher selten. In diesem Fall fressen sie auch Pflanzen und Laub. In der Regel bleiben sie aber am Boden, es sei denn, sie werden durch Gartenarbeiten gestört.
Die fertig entwickelten Maikäfer sind tagaktiv und fressen am liebsten Laub. In baumreichen Gegenden halten sie sich überwiegend in den Baumkronen auf. Sind nur wenige Bäume vorhanden, sind sie auch in Bodennähe auf Nahrungssuche.
Früher galten Maikäfer als Schädlinge, denn ihre Entwicklung brachte es mit sich, dass sie gern in Massen auftraten und für Kahlfraß sorgten. Damals wurden sie stark bekämpft bis es nur noch wenige von ihnen gab. Die mehrjährige Entwicklungszeit führt dazu, dass es länger dauert, bis sich der Bestand wieder erholt.
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