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März 18, 2014 Marita Schuster Hunde 3
Jeder Hundebesitzer kennt das, man sitzt am Tisch und isst etwas und die großen Hundeaugen sehen einen erwartungsvoll an. Diese Blicke können einen schwach werden lassen. Aber Vorsicht, nicht alle Lebensmittel, die für uns verträglich sind, sind es auch für den Vierbeiner. Ganz im Gegenteil, manche Lebensmittel sind sogar giftig für den Hund. Wenn man das weiß, ist ein konsequentes Nein von jedem Hundehalter wohl eher über die Lippen zu bekommen, als normalerweise.
Vor allen Dingen, wenn man sieht, welche Lebensmittel darunter fallen.Lebensmittel, die für uns gesund sind, können sogar tödliche Nebenwirkungen für den Hund haben.
Alkohol: hat die gleichen Eigenschaften wie bei einem Menschen. Der Körper des Hundes kann Alkohol wenn überhaupt nur langsam abbauen. Jedoch kann bei einem Hund Erbrechen, Atemnot, Koordinationsstörungen und sogar Koma und Tod als Folge des Alkoholkonsums sein. Das liegt an dem Giftstoff Ethanol.
Avocado: Sowohl das Fruchtfleisch wie auch der Kern der Avocado ist für einen Hund absolut giftig.Der Giftstoff ist hier Persin. Persin schädigt bei einem Hund irreparabel die Herzmuskulatur. Die Symptome sind hier Durchfall, Erbrechen, Atemnot, Husten, Herzrasen, Ödeme und Bauchwassersucht.
Rote Bohnen: Bohnen allgemein sind nur gekocht genießbar, allerdings sollten rote Bohnen ganz vom Speiseplan des Hundes verschwinden. Rote Bohnen enthalten ein Toxin. Dieses Toxin, das Phasin, hemmt die Proteinbiosynthese im Dünndarm. Die Symptome sind hier Erbrechen, Durchfall, Kolik, Bauchkrämpfe, Fieber, Leberschwellung, Milzschwellung, verminderte Urinausscheidung.
Tomaten, Auberginen, Rohe Kartoffeln: Alle Sorten gehören zu den Nachtschattengewächsen. Der Giftstoff, der hier enthalten ist nennt sich Solanin. Gerade in rohen Früchten ist Solanin in hohen Dosen enthalten. Die Symptome sind hier Durchfall und Erbrechen.
Bärlauch, Zwiebeln, Knoblauch: Dieses Gemüse enthält Allylpropylsul¬fid und N-Propyldisulfid. Diese Substanzen führen zu einer lebensbedrohlichen Blutbildveränderung. Die roten Blutkörperchen werden zerstört. Hier sind die Symptome Durchfall, Erbrechen, beschleunigter Herzschlag und Atemfrequenz, Blutarmut, Blut im Urin.
Cola, Kaffee, Tee: Koffeinhaltige Getränke enthalten Methylxanthin und Theobromin. Es verengt die Blutgefäße, erhöht den Blutdruck und beschleunigt den Puls. Die Symptome hier sind vermehrter Durst, Durchfall, Erbrechen, Zitter, Unruhe, Krampfanfälle und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen.
Schokolade, Kakao: Schokolade ist für den Hund sehr giftig. Schuld daran ist das giftige Theobromin. Dabei gilt, je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Anteil an Theobromin. Eine Dosis von 90-300 mg pro Kilogramm Körpergewicht kann lebensbedrohlich sein. Dabei enthalten 100 g Vollmilchschokolade 250 mg Theobromin und 100 g Zartbitterschokolade 1600 mg Theobromin. Die Symptome sind hier Durchfall, Erbrechen, Hyperaktiv, Fieber, Zittern, Krämpfe, Atembeschwerden, Lähmungen, Bewusstseinsstörungen.
Schweinefleisch: Rohes Schweinefleisch kann das Aujetzky Virus enthalten, ein Herpes Virus. Für Menschen harmlos, ist er bei Hunden in der Regel tödlich. Eine Erkrankung des Hundes mit diesem Virus ist nicht heilbar. Bei einer Temperatur über 60 Grad wir das Virus abgetötet. Die Inkubationszeit kann 2 – 9 Tage betragen und folgende Symptome treten auf: Appetitlosigkeit, Erbrechen, Speicheln, Schluckbeschwerden, Unruhe, unsicherer Gang, Koordinationsschwierigkeiten, Fieber, Juckreiz, Lähmungen der Kopfmuskulatur, Wesensveränderung, Tobsuchtsanfälle, heftige Atmung, Bewusstlosigkeit.
Milchprodukte, Milch: Milch und Milchprodukte enthalten Laktose. Hunde sind Laktose intolerant. Auch wenn die Proteine und Vitamine auch für den Hund gesund sind, erst den Tierarzt fragen. Die Symptome sind hier schwerer Durchfall.
Foto: © M. Großmann / pixelio.de
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