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Mai 06, 2014 Marita Schuster Katzen 2
Wer nicht möchte, dass seine Katze anfängt, die Tapeten von der Wand zu holen oder ihre Krallen an dem Sofa zu schärfen, sollte unbedingt einen Kratzbaum anschaffen. So ein Kratzbaum ist nicht nur ein hübsches Accessoire, er hat auch definitiv einen Sinn für die Stubentiger. Sie können die Krallen daran wetzen, denn das ist dringend notwendig für unsere kleinen Raubtiere. Dabei wird die äußere Hülle der Krallen abgenutzt. Außerdem wird die Krallenmuskulatur gestärkt. Besonders tiefe und hohe Kratzspuren signalisieren das eigene Terrain.
Die Forschung hat auch ergeben, dass das regelmäßige Ritual des Krallenwetzens sehr wichtig für das Wohlbefinden der Stubentiger ist. Somit dient der Kratzbaum nicht nur der körperlichen-, sondern auch der psychischen Pflege der Katze. Da dieses Verhalten angeboren und wenn kein Kratzbaum vorhanden ist, kommt es eben zu dem berühmten Sofa zerfetzen oder Tapeten von der Wand holen. Das ist keine böse Absicht der Katze, sondern nur das natürliche Verlangen die Krallen zu wetzen.
Welcher Kratzbaum soll es sein
Das wohl wichtigste Kriterium für einen Kratzbaum ist die Fläche, die zur Krallenpflege zur Verfügung steht. Die Kratzfläche sollte aus Sisal bestehen und ungefähr in der Höhe liegen, in der die Katze am liebsten ihre Krallenpflege betreibt. Wenn die Fläche groß genug ist, kommt ein weiteres Kriterium hinzu. Es sollten unbedingt Liegeflächen vorhanden sein. Diese am besten in unterschiedlicher Höhe und die oberste an der höchsten Stelle des Kratzbaumes. Denn ein Kratzbaum ist ein ein perfekter Wachturm für eine Katze. Sie lieben es, wenn sie von ihrem Kratzbaum aus, ihr Revier von oben beobachten können. Wenn ein Kratzbaum etwas höher ist, muss er unbedingt einen sicheren Stand haben. Entweder muss das Eigengewicht groß genug sein, oder man muss den Kratzbaum an der Wand oder die Decke befestigen. Auf keinen Fall sollten Klammern oder Nägel aus dem Kratzbaum herausragen, deshalb ist auf Qualität zu achten. Katzen mögen es auch sehr, wenn sich eine Schlafhöhle an dem Kratzbaum befindet. Es gibt mittlerweile auch Modelle, an denen auch schon Spielzeug oder Zubehör integriert ist.
Die richtige Pflege ist wichtig
Auch ein Kratzbaum muss regelmäßig gepflegt und auf die Funktionalität getestet werden. Die Katzenhaare kann man mit einer Fusselrolle entfernen und die Liegeflächen mit einem feuchten Tuch abwischen. Sollte die Kratzfläche schon zu sehr beansprucht worden sein, kann man das Sisal einfach wechseln.
Auch die Katze muss sich an den Kratzbaum gewöhnen
Wenn ein Kratzbaum vorhanden ist, aber die Katze trotzdem versucht, an dem Sofa zu kratzen, nimmt man die Katze sofort hoch und setzt sie auf den Kratzbaum. In der Regel nehmen sie dann die Fläche sehr schnell an. Nachhelfen kann man auch mit ein wenig Katzenminze. Sollte die Katze immer noch den Kratzbaum verweigern, kann es sein, das der falsche Standort gewählt wurde. Klar, so ein Kratzbaum nimmt viel Platz weg, gerade in einem Wohnzimmer, aber das ist meist auch der Mittelpunkt der Familie und der Bereich wo auch die Katze sein möchte. Es nützt nichts, der Kratzbaum gehört in den Familienbereich, nicht in den Flur oder Keller. Zu Problemen kann es auch kommen, wenn man einen gebrauchten Kratzbaum kauft. Der wurde schon von einer fremden Katze markiert und gilt als Tabu, daher lieber immer einen neuen kaufen.
Foto: © Regina Kaute / pixelio.de
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