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Juli 05, 2017 Manuela Vogt Vögel, Wildtiere 2
Der Wanderfalke, der größte unserer heimischen Falken, gehört zu den sehr bedrohten Greifvögeln.
Groß wie eine Krähe sind die Wanderfalken. Oberseits sind sie blaugrau gefärbt, unterseits etwas heller. Ganz typisch für diese Falkenart ist der Kopf. Die obere Hälfte ist dunkel, die untere Hälfte hell, seitlich ziert sie ein schwarzer Backenstreif.
Männchen sind etwa ein Drittel kleiner als die Weibchen. Ein häufiges Phänomen in der Greifvogelwelt, weshalb die Männchen artübergreifend gern als Terzel bezeichnet werden.
1971 wurde der erste Vogel des Jahres gekürt. Es war der Wanderfalke, der damals fast ausgestorben war. Bis zum 2. Weltkrieg war der Bestand stetig stabil geblieben und es gab schätzungsweise 400 Brutpaare in Deutschland. Doch ab 1950 ging es immer weiter bergab, trotz Schutzbestimmungen. 1970 waren es nur noch 70 Paare, 1975 nur noch 40 Paare.
Pestizide sind ein großes Problem für die Vögel gewesen. Genauso illegale Abschüsse und Aushorstung durch Mensch und Marder sowie Störungen während der Brut, z,B. durch Kletterer. Seitdem wurden die Schutzbestimmungen verschärft, es wurden bestimmte Pestizide, die bei den Vögeln dünnschalige Eier verursachten, verboten und dank Schutzmaßnahmen und Auswilderungen, hat sich der Bestand wieder etwas erholt.
Wanderfalken ernähren sich fast ausschließlich von Vögeln, die sie im Flug erbeuten. Dazu gehören alle häufig vorkommenden Arten bis Entengröße, wie Tauben, Drosseln, Stare und Krähen.
Die Falken bevorzugen offene Feldflächen und halten sich auch gern in Wassernähe auf, wenn das dortige Vogelaufkommen genug Nahrung verspricht.
Die Brutzeit beginnt Mitte März. Ihre Nester liegen an Feldwänden, in Steinbrüchen sowie an hohen Gebäuden. Es gibt aber auch Wanderfalken, die regional begrenzt auch auf Bäumen oder sogar am Boden brüten. Wichtig für die Vögel ist ein freistehender Brutplatz, der gut anzufliegen ist.
Es werden lediglich zwei bis vier Eier gelegt, die 32 Tage gebrütet werden. Nach dem Schlupf der Jungen dauert es fünf bis sechs Wochen bis sie das Nest verlassen.
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