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Juni 01, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 0
Die Waldohreule ist nach dem Waldkauz die häufigste Eule und sieht aus wie das kleine Ebenbild des Uhus.
Die Waldohreule ist an ihren langen Federohren und ihren orangen Augen zu erkennen. Sie ähnelt ein wenig dem Uhu, ist aber viel kleiner. Auch im Vergleich zum Waldkauz ist sie kleiner und vor allem viel schlanker.
Ihr Gefieder ist oberseits hellbraun und dunkel marmoriert. Die Unterseite ist eher gelblich mit Längsstreifen und feiner Querbänderung. Der Gesichtsschleier der Waldohreule ist hellgelb-weißlich. Auffällig ist auch die starke Stirnbefiederung, die spitzwinkelig bis zum Schnabel geht.
Waldohreulen sind leise, aber ausdauernde Rufer. Die Huuuh-Rufe der Männchen hat sicher jeder schon einmal gehört. Weibchen rufen anders und die Jungen lassen nach dem Verlassen des Nestes eher fiepende Laute erklingen.
Am Tag sitzen Waldohreulen oft ganz senkrecht sitzend auf Bäumen und öffnen bei Störungen nur kurz ihre orangen Augen. Die Federohren sind dabei immer aufgerichtet, aber eng stehend.
Bereits im Februar bis März finde die Balzzeit der Waldohreulen statt. Im März werden bis zu sechs Eier gelegt. Im Gegensatz zu vielen anderen Eulen suchen die Waldohreulen keine Höhlen zum Brüten auf, sondern bevorzugen verlassene Krähennester.
Nach vier Wochen Brutzeit schlüpfen die Jungen. Im Alter von drei Wochen verlassen diese das Nest, obwohl sie noch gar nicht fliegen können. Sie sitzen in Bäumen oder am Boden, werden von den Eltern weiter gefüttert und können mit etwa fünf bis sechs Wochen selbstständig fliegen. In mäusereichen Jahren gibt es manchmal eine zweite Brut.
Die Waldohreule frisst überwiegend Mäuse. Kleine Vögel, Reptilien und Amphibien machen nur einen kleinen Teil ihres Nahrungsspektrums aus.
Waldohreulen sind in ganz Mitteleuropa heimisch und überall dort zu finden, wo das Nahrungsangebot stimmt. In schneereichen Wintern kämpfen sie aufgrund des Nahrungsmangels ums Überleben. Dann treten sie gebietsweise massenhaft auf, weil sie sich in der Nähe von Vogelschlafplätzen und wühlmausreichen Stellen sammeln. Auch Nistplatzknappheit macht ihnen Probleme seit Rabenvögel, vor allem die Krähen, bekämpft werden.
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