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Juni 17, 2013 Redaktion Hunde 50
Vorsicht, wenn „Bello“ durch den Wald tobt!
Ohne Frage drohen unseren Hunden, vor allem lebhaften Welpen, im Haushalt viele Gefahren. Da lauern Giftpflanzen und könn(t)en Kleimöbel, Vasen oder Blumenständer umgestürzt werden …
Hier kann der Vierbeiner einklemmt und schlimmstenfalls regelrecht zerquetscht werden. Auch Steckdosen und Elektrokabel stellen eine permanente Versuchung und Gefahr dar.
Natürlich müssen auch Spül- und Reinigungsmittel, für Kinder wie Hunde, unerreichbar verstaut werden. Wobei die Gefahr beim Gassigehen noch lange nicht vorbei ist. Denn auch in Wald und Flur finden sich manche Gewächse, die der Gesundheit unserer Vierbeiner alles andere als gut tun. Berühmt-berüchtigte Giftpflanzen (und in vielen Gärten anzutreffen) sind Eibe und Goldregen, die bereits allein beim Knabbern an den Zweigen schwerste Vergiftungen hervorrufen. Doch auch Buchsbaum kann für Hunde und andere Haustiere zu einer tödlichen Gefahr werden.
Typisch sind Reizungen im Magen-Darm-Trakt mit Erbrechen und Durchfall. Später kommt es dann zu Krämpfen, und der Tod tritt durch Atemlähmung und/oder Herz-Kreislaufversagen ein. Fatalerweise geht die Giftwirkung auch beim Trocknen der Zweige und Blätter nicht verloren, weswegen besondere Vorsicht nach Palmsonntag, wenn viele Katholiken Buchsbaumzweige an ihr Kruzifix stecken, angebracht ist!
Viele Experten mahnen übrigens, dass Zweige (die mitunter ja auch recht scharfkantig und spitz sind) als Spielzeug generell tabu sind. Lieder sieht man immer noch Besitzer, die ihre Vierbeiner so zum Spielen animieren. Oder gar dadurch, dass Steine hin und her gerollt werden. Eine fatale Unsitte, wie die Aktion Tier glaubt. Denn manche Hunde entwickeln sich bereits ohne menschliches Zutun zu regelrechten Stein-Junckies. Da werden kleinere und auch mal größere Steine während des Badens aus dem Gewässer gefischt und dann, voller Stolz, zu Herrchen gebracht.
Manche Vierbeiner würden sogar tauchen, um an ausgesuchte Brocken am Gewässergrund heran zu kommen: „Da Steine hart sind und nicht nachgeben, können sie den Hundezähnen erheblichen Schaden zufügen“, warnt (http://www.aktiontier.org/index.php?m=2&id=983&year=2013&) jedoch Ursula Bauer von der Aktion Tier in Berlin. Zum einen würden die Zähne durch häufiges Steineschleppen stark abgenutzt: „Im schlimmsten Falle können jedoch auch Zähne abbrechen!“ Liegen dann die Wurzelhälse frei, droht dem Vierbeiner eine eitrige Zahnentzündung und seinen Haltern eine saftige Rechnung beim Tierarzt:
„Passionierten Steinesammlern sollte daher diese Unart konsequent abgewöhnt werden“, mahnt Diplom-Biologin Ursula Bauer. Die empfiehlt, gerade fürs Toben im kühlen Nass, geeignetes Schwimmspielzeug : „Jungen Hunden sollte von Anfang an das Spiel am Wasser mit diesen unschädlichen Materialien beigebracht werden!“
Schließlich soll das Baden ja Spaß machen und keine gesundheitlichen Schäden nach sich ziehen.
Wer sich nach dem Baden zum Abtrocknen dann noch an ein schattiges Plätzchen zurückzieht, sollte freilich den Baum seiner Wahl und auch dessen Krone näher inspizieren. Denn der Eichenprozessionsspinner ist, wie die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft klar stellt (http://www.lwf.bayern.de/waldbewirtschaftung/waldschutz/schaedlinge-und-baumkrankheiten/verzeichnis/eichenprozessionsspinner/35271), keine Seltenheit. Der bevorzuge lichte Eichenwälder, Bestandsränder und Einzelbäume in warmtrockenen Regionen und trete vor allem in trockenen Jahren mitunter massenhaft auf.
Da die Raupen mit giftigen Brennhaaren ausgerüstet sind, können die die vor allem bei Eltern so gefürchtete Raupen-Dermatitis mit Quaddeln und Hautrötungen auslösen. Vor allem bei Kontakt mit ganzen Nestern, werden mitunter aber auch schwerste Allgemeinsymptome wie Erstickungsanfälle und Schockreaktionen beschrieben. Eine Gefahr auch für unsere Hunde und Haustiere, wie das Deutsche Grüne Kreuz bereits 2008 (http://dgk.de/presse/tier-und-gesundheit-animal/2008-jahrgang-22/animal-jg-22-2-2008.html) unter dem Motto „Achtung Raupenhärchen in der Luft“ klar gestellt hat. Denn auch Wild- und Haustiere würden empfindlich auf die zum Teil mit dem Wind herangetragenen Haare reagieren: „Bei Pferden und Rindern kam es zu plötzlichen Schwellungen an den Nüstern, die sich innerhalb kürzester Zeit auf den gesamten Kopf ausdehnten!“
Bei Verdacht auf eine durch die Haare der Eichenprozessionsspinnerraupe verursachte Erkrankung sollte daher umgehend ein Tierarzt konsultiert werden, rät das Deutsche Grüne Kreuz.
Copyright by Peter Hoffmann
Fotos: Peter Hoffmann
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