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Mai 19, 2013 Redaktion Allgemein 1
Nun haben sogar die sozialen Netzwerke den vierbeinigen Partner und dessen Kuschelfaktor für sich entdeckt. Und in der Tat sind die tierischen Begleiter im Alltag des Menschen mitunter auch mal Helfer beim Flirten, medizinische Assistenten oder gar Therapeuten. Weit mehr also als „nur“ ein Tier!
Jetzt wird es auch auf den sozialen Netzwerken plötzlich tierisch: „Ihr könnt eine Tierseite für Euer Haustier bei wer-kennt-wen erstellen“, macht das bekannte Portal (http://www.wer-kennt-wen.de/static/Tierprofil) Lust auf das tierische Vergnügen. Dann könnten, so der Gedanke, auch andere wkwLer das eigene Tier knuddeln. Und den „Ich mag“-Knopf drücken, um zu zeigen, dass sie Euer Tier toll finden …
Tatsächlich sind Haustiere, zumal Hunde, auch im realen Leben für manchen Sozialkontakt gut. Für Jüngere eine Hilfe beim Flirten und für Senioren häufig ein guter Grund, regelmäßig vor die Tür zu gehen. Ja, Haustiere können einem Jungbrunnen gleich kommen. Und auch, als tierische Therapeuten, sehr gesund sein:
Denn wer einen Hund oder eine Katze streichelt, dessen Pulsschlag beruhigt sich! Und der Blutdruck sinkt. Forscher sind sich daher bereits seit einigen Jahren sicher, dass, dank tierischem Begleiter, auch das Rückfallrisiko nach Herzinfarkten gesenkt werden kann!
Wobei uns nicht allein das wandelnde Fellknäuel gut tut. Denn auch ein bunt dekoriertes Aquarium kann einem echten Ruhepol gleich kommen. Nicht umsonst werden die Becken häufig in den Wartezimmern von Zahnarztpraxen aufgestellt. Ein Trend aus den Staaten, wo Forscher und Mediziner schon frühzeitig die beruhigende Wirkung, die vom Anblick der kleinen, bunten Fischlein ausgeht, für sich und ihre Zwecke entdeckt haben.
Und so wundert es nicht, dass auch viele Altenheime reagieren. Mit Therapie- und Besuchshunden, aber auch mit Hamstern und anderen Kleintieren, die in vielen Einrichtungen erlaubt sind. Zumindest jedoch findet sich in den meisten Cafeterien oder Aufenthaltsräumen ein Aquarium, das vom Hausmeister oder Personal gepflegt wird!
Wobei auch jenen, die noch nicht in der Seniorenresidenz wohnen, für ein eigenes Tier häufig die Zeit fehlt. Für die könnte daher das Wiener Katzenkaffe d e r Hit sein. Das ist sogar im Fernsehen und von renommierten Polit-Magazinen thematisiert worden: „Miezen streicheln zum Milchkaffe“, titelte (http://www.focus.de/reisen/oesterreich/erstes-katzencafe-eroeffnet-miezen-streicheln-zum-milchkaffee_aid_749153.html) zum Beispiel der Focus, während sueddeutsche.de über die „Melange Miau“ schrieb und, nach Schönheitssalons für Hunde, Solarien für Pferde oder Pensionen für Hamster einen neuen Trend sah: „Im ersten Katzenkaffeehaus Österreichs bekommen jedoch Katzen keinen Kaffee serviert – sondern Streicheleinheiten“, hieß es hier (http://www.sueddeutsche.de/stil/katzenkaffeehaus-in-wien-melange-miau-1.1350481).
Und in der Tat geht es bei der Idee eben nicht um die verwöhnten Haustiere gelangweilter Superreicher. Sondern, ganz im Gegenteil, um uns Menschen. Idee des Trends, der in Japan sehr beliebt ist, ist die Überlegung, dass auch diejenigen, die sich zu Hause keine Katze halten können oder wollen, einmal in den Genuss der tierischen Schmusetiger kommen sollten. Quasi beim Ausgehen und dem nachmittäglichen Kaffeegenuss. Denn die tierischen Gefährten zum Kuscheln sind im Café Neko quasi „inklusive“. Fünf Katzen gehören hier zum Inventar und lassen sich, während die Gäste ihr Getränk schlürfen, liebend gern streicheln. Toll, dass die Behörden mitspielten. Und an die Katzen, wie der Focus berichtet, nur wenige Auflagen gestellt wurden. Die mussten, so die Forderung der Behörden, ausgeglichen, lärm- und stressresistent, gruppentauglich, häuslich und stubenrein und – natürlich gaaanz wichtig – vor allem menschenfreundlich sein.
Wobei Tierfreunde freilich auch, ohne gleich selbst auf den Hund zu kommen, mit „Bello“ unterwegs sein können. Denn in vielen Heimen sind Gassigeher sehr willkommen!
Fast alle Kinder mögen Hunde. Heute wissen wir, dass intensives Streicheln aber auch uns Erwachsenen und der womöglich angeschlagenen Gesundheit gut tut!
Selbst der Anblick der Katze, die sich leise schnurrend durch den Garten trollt oder aber vor dem Kamin räkelt, kann Tierfreunde beruhigen.
Copyright by Peter Hoffmann
Fotos: Peter Hoffmann
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