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Dez. 30, 2015 Manuela Vogt Vögel, Wildtiere 1
Ab wann ist eine Fütterung der Wildvögel ratsam? Wirklich erst im tiefsten Winter bei geschlossener Schneedecke? Forscher sind inzwischen anderer Meinung und plädieren zur Ganzjahresfütterung.
Für Wildvögel ist es in der heutigen Zeit schwer zu überleben. Es fehlen Brutplätze und natürliche Nahrung, denn Naturgärten, einheimische Gehölze, Totholz und wilde Blumenwiesen werden immer seltener.
Aus diesem Grund sind Vögel und auch andere Wildtiere auf unsere Hilfe angewiesen. Die Winterfütterung der Gartenvögel gehört seit Jahren für die meisten Menschen zum Tierschutz.
Einige Naturschutzorganisationen betonen, wie wichtig es sei, dass erst gefüttert wird, wenn eine geschlossene Schneefläche liegt. In anderen Ländern ist man dagegen schon etwas weiter. Bereits vor vielen Jahren konnten alle Argumente der Gegner von Ganzjahresfütterung widerlegt werden.
In England ist die Ganzjahresfütterung schon seit Jahren selbstverständlich. Man fand heraus, dass Wildvögel sich nicht ausschließlich von dem Futter der Futterstellen ernähren, sondern es lediglich als Zubrot ansehen, wenn sie nicht ausreichend natürliche Nahrung finden. Genauso wenig stimmt es, dass Elternvögel ihre Jungen mit dem Inhalt der Vogelhäuser aufziehen. Gerade für sie ist die Unterstützung wichtig. Wer ganzjährig füttert, wird merken, dass der Futterbedarf im Frühling bis Sommer erstaunlich hoch ist.
Vögel werden grob in Insekten-, Weich- und Körnerfresser eingeteilt. Im Winter aber kaum ein Vogel besonders wählerisch. Das liegt daran, dass Insekten und frische Beeren Mangelware sind und sie nehmen, was sie kriegen können.
Im Winter können sie mit handelsüblicher Wintervogelfuttermischung unterstützt werden. Noch vielseitiger wird das Angebot, wenn dieses mit Waldvogelfutter und Ähnlichem gemischt wird.
Bei Weichfressern wie Staren, Amseln und anderen Drosseln ist vor allem Fettfutter sehr beliebt. Dieses kann selbstgemacht werden, indem Haferflocken in Öl eingeweicht werden, oder aber abgepackt im Handel gekauft werden.
Kleine Insektenfresser wie die Meisen haben Meisenknödel am liebsten. Auch die lassen sich sehr gut selber machen. Hierfür wird Talg, Pflanzen- oder Kokosfett erwärmt bis dieses flüssig ist. Anschließend werden Sämereien eingerührt und die Masse in Blumentöpfe und Silikonformen gefüllt oder an Baumstämme gestrichen. Erdnussmus kann ebenfalls gefüttert werden, wenn dieses rein ist und weder Zucker, noch Salz enthält.
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