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Feb. 25, 2014 Marita Schuster Vögel 1
Vögel sollten nicht alleine gehalten werden. Sie sind recht gesellige Tiere, also Schwarmtiere und brauchen Ihresgleichen um glücklich zu sein. Am besten ist es, wenn man gleich junge Tiere zusammen als Schwarm hält. Zwischen männlichen und weiblichen Tiere ist eine Gewöhnung wohl auch nicht schwierig, wenn man aber eine bestehende Gruppe mit fremden Tieren zusammen bringen möchte, kann es zu Problemen kommen.
Nicht selten gibt es regelrechte Kämpfe um den Neuankömmling zu vertreiben, was natürlich in einem Käfig nicht geht. Mobbing in einer Voliere ist nicht selten. Es gibt aber ein paar Tricks, wie man Streitigkeiten vermeiden kann.
Langsame schrittweise Annäherung
Fremde Tiere müssen sich erst einmal aus sicherer Distanz kennen lernen. Wenn der Neuankömmling dann akzeptiert ist, kann er unbesorgt in die alte Gruppe integriert werden. Wie lange diese Gewöhnung dauert, hängt auch von der Art ab. Sittiche, Prachtfinken und Papageien sind sehr gesellig und früher oder später gerne bereit, die Neuen willkommen zu heißen. Allerdings werden Kanarienvögel kaum mehr als ein Männchen in der Gruppe akzeptieren. Es gibt zwei Möglichkeiten Vögel aneinander zu gewöhnen. Die sogenannte sanfte Methode und die schnelle Methode.
Sanfte Methode – zeitaufwendig aber Erfolgs versprechend
Möchte man nun fremde Vögel aneinander gewöhnen, ist eine schrittweise Annäherung die beste Methode, die Tiere ohne Stress einer neuen Situation auszusetzen. Der Neuzugang muss dabei in einem separaten Käfig untergebracht werden. Die Käfige dürfen im ersten Schritt nicht zu dicht nebeneinander stehen. Die Tiere sollten sich zwar hören, aber nicht sehen können. So merken sie, dass hier noch andere Artgenossen sind, aber keine Gefahr für das eigene Revier darstellen. Erst wenn die Tiere beginnen, freundlich zu reagieren wenn sie die anderen hören und versuchen sie mit Lockrufen herbeizuholen, kann man die Käfige weiter zusammen schieben. Das wiederholt man so lange, bis die Tiere dicht beieinander stehen, aber noch durch die Gitter getrennt sind. Klappt das gut ohne Geschrei, kann man den nächsten Schritt in Angriff nehmen. Dabei werden die Tiere, die schön länger gehalten werden zum Freiflug animiert. Der Käfig der Neuen muss dabei allerdings zu bleiben. Es wird nicht lange dauern und die frei fliegenden Vögel werden sich für den geschlossenen Käfig und dessen Bewohner interessieren. Nun gilt es die Vögel zu beobachten. Ist alles friedlich und es klingt eher fröhlich und lockend, anstatt schrill und kommen die Neuankömmlinge nach vorne zu den Alttieren, anstatt sich im hintersten Eck zu verstecken, dann kann man auch die Neuankömmlinge aus dem Notquartier lassen und in die eigentliche Voliere bringen. Hier ist es wichtig das die Voliere schon auf die Neuankömmlinge abgestimmt ist. Es müssen mehr Futter- und Trinknäpfe rein und vor allen Dingen Sachen, die die Vögel ablenken, wie Knabber Stangen oder ähnliches. So werden sich die Tiere im Käfig beschäftigen, anstatt sich gegenseitig anzugehen.
Schnell und Effizient – Die schnelle Methode
Wer nicht so viel Zeit investieren kann oder nicht die Möglichkeit hat, den Vögeln Freiflüge anzubieten kann es auch auf die Schnelle schaffen. Hierzu muss eine neue und größere Voliere gekauft werden. Die Einrichtung sollte auch neu oder wenigstens gut gereinigt sein und anders eingerichtet werden, als die alte Voliere. Nun kann man die alten und neuen Tiere zusammen in die Voliere unterbringen. Sie werden erst einmal keine Zeit haben sich zu streiten, weil alles neu und aufregend ist. So lernen sie sich nebenbei kennen, ohne das es zu Streitigkeiten kommt. Wichtig ist nur, dass die Voliere groß genug ist, damit alle Tiere einen Rückzugspunkt haben. Es sollte auch dafür gesorgt werden, dass es genug Versteckmöglichkeiten für die Tiere gibt.
Foto: © Denise / pixelio.de
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