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Juni 07, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 2
Trotz seiner beeindruckenden Größe wurde der Uhu fast ausgerottet. Er meidet die Menschen und hält sich lieber von Siedlungen fern.
Der Uhu ist die größte Eulenart Mitteleuropas und verdankt seinem Namen seinen ähnlich klingenden Rufen. Mit einer Körpergröße von bis zu 70 cm, einem Gewicht von bis zu 3 kg und einer Flügelspannweite von bis zu 180 cm ist er von beeindruckender Gestalt und durchaus respekteinflößend.
Auch die großen Federohren sind typisch für den Uhu. Sie haben aber nichts mit den eigentlichen Ohren zu tun. Das Gefieder ist hellbraun mit dunkelbrauner Marmorierung und bietet den Vögeln so die beste Tarnung.
Uhus mögen die offene Landschaft mit abwechslungsreich angebauten Feldern, die mit nicht mit Feldgehölzen geizen. Der Speiseplan der großen Eulen ist sehr vielseitig. Sie erbeuten Mäuse, Ratten, Kaninchen, junge Feldhasen sowie Vögel bis Krähengröße. Auch Igel, junge Füchse, Reptilien, Amphibien und Fische landen gelegentlich im Uhu-Magen.
Uhus haben sehr große Reviere, die aufgrund der Standorttreue der Vögel oft über Jahre in der Familie bleiben und von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Jagdreviere werden großzügig mit anderen Vögeln geteilt. Lediglich der Bereich rund um den Nistplatz wird verteidigt.
Im Oktober bis November findet die Herbstbalz statt. Dann finden sich Männchen und Weibchen zusammen. Ab März des Folgejahres, seltener früher, wird mit der Brut begonnen. Ein bis drei Eier werden im Durchschnitt gelegt. Nach fünf Wochen schlüpfen die Uhu-Küken.
Die jungen Uhus verlassen nach wenigen Wochen noch flugunfähig das Nest, halten sich aber in dessen Nähe auf und werden weiter von den Altvögeln mit Futter versorgt. Mit zehn Wochen können sie fliegen, sind aber erst im Spätsommer bis Herbst richtig selbstständig. Meist suchen sie sich in der Nähe ihres Geburtsorts ein eigenes Revier.
Früher waren Uhus in ganz Deutschland verbreitet, sind aber nach einer intensiven Verfolgung sehr selten geworden. Die meisten Uhus gibt es noch im Mittelgebirge und in den Alpen sowie in Norddeutschland. Ihre Feinde sind menschliche Nesträuber, störende Bergkletterer und Stromleitungen. Auch Windenergieanlagen und der Straßenverkehr fordern ihre Opfer.
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