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Juli 16, 2017 Manuela Vogt Pferde 0
Traber können auch nach ihrer Karriere als Rennpferd noch wunderbare Freizeitpferde werden. Lediglich das Umtrainieren kann zur Herausforderung werden.
1. Traber sind Rennpferde, die vor dem Sulky traben. Es gibt in vielen Ländern verschiedene Zuchten, die vermutlich alle auf das American Saddlebred zurückgehen. Es gibt Braune, Rappen, Schimmel und Füchse.
2. Traber sind auch als Reitpferd einsetzbar und viele Freizeitreiter entscheiden sich dafür, einem ausgemusterten Rennpferd ein Zuhause zu geben. Möglicherweise müssen die Pferde aber noch lernen, was von ihnen als Freizeitpferd erwartet wird. Wer aber Dressurturniere zum Ziel, sollte sich für eine besser geeignete Pferderasse entscheiden.
3. In vielen Traberzuchten werden vollblütige Rassen eingekreuzt. Das macht die Traber zu sensiblen Pferden mit schnellen Reaktionen. Dennoch gelten sie als nervenstark und arbeitswillig. Letztendlich entscheidet die ihre Kinderstube und die Erziehung darüber, wie umgänglich sie später sind.
4. Viele Traber kennen keine Galopphilfen und müssen diese nach ihrer Rennkarriere erst noch lernen. Das Galoppieren ist in Trabrennen unerwünscht, weil es zum Punkteabzug führt. Aus diesem Grund wird es von Trainern und Rennfahrern unterbunden, was dazu führen kann, dass das Angaloppieren für die Pferde eine Überwindung darstellt.
5. Traber sind schneller als andere Pferde. Schritt und Trab haben ein deutlich höheres Tempo und sind deshalb nicht immer bequem auszusitzen. Beim Angaloppieren neigen sie zum Rennen, traben immer schneller statt versammelt in den Galopp überzugehen. Das zu ändern, setzt bessere Reitkenntnisse voraus, um die Hinterhand durch Gymnastizierung zum Untertreten und Tragen zu bringen. Auch das Gleichgewicht müssen die Pferde dabei zunächst finden und trainieren.
6. Einige Traber können Tölt und Pass. Der Tölt ist die weich zu sitzende Gangart, die sonst für Isländer typisch ist. Noch häufiger ist jedoch der Pass. In den USA werden mit Trabern sogar Passrennen veranstaltet.
7. Wer sich für einen Traber entscheidet, der für Rennen trainiert wurde oder Rennen lief, sollte nicht bei der Ankaufsuntersuchung sparen bzw. sich bewusst sein, dass auch robuste Pferde bei sehr frühem Trainingsbeginn gesundheitlich vorbelastet sein können.
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