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Sep. 10, 2012 Redaktion Hunde 1
Tollwut
Für alle Säugetiere, auch für den Menschen, ist die Tollwut eine gefürchtete und gefährliche Krankheit. Es handelt sich hierbei um eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit.
Bekannt ist diese Erkrankung, eine Virusinfektion, schon seit Jahrtausenden und führt bei Menschen sowie bei Tieren zu einer akut und auch meistens tödlich auslaufenden Enzephalitis.
Die Tollwut ist weltweit verbreitet. Tollwutfrei sind England, Japan, Australien und Neuseeland. In Deutschland wird der Tollwut – Virus, der Lyssavirus, durch den Biss eines infizierten Fuchses auf den Hund übertragen. Ist das Haustier infiziert, besteht auch eine große Gefahr für die Menschen, die mit dem Tier zusammen sind.
Wie äußert sich die Tollwuterkrankung bei dem Hund?
Die Inkubationszeit umfasst die Zeitspanne vom Eindringen des Virus in eine Wunde bis zu den ersten Krankheitssymptomen, die sich auf 8 Wochen beläuft. Entscheidend für die Inkubationszeit ist die Entfernung der Bissstelle vom Gehirn. Die Zeit verkürzt sich je näher die Eintrittsstelle am Gehirn liegt.
Das Tollwutvirus greift das zentrale Nervensystem an. So bewegt sich das Virus von der Eintrittsstelle über die Nervenzellen bis zum Gehirn vor. Dort wird eine akute Gehirnentzündung ausgelöst. Danach geht der Tollwutvirus über die Nervenbahnen zu den Speicheldrüsen des Hundes und dadurch ist die Möglichkeit einer Infizierung von Menschen und weiteren Tieren gegeben.
Die ersten Symptome, die den Beginn einer ausgebrochenen Tollwut kennzeichnen, sind eine Verhaltensänderung des Tieres. Das Anfangsstadium zeigt Verhaltensstörungen, Fieber oder Erbrechen. Ist eine Bissverletzung sichtbar, sollte an eine Tollwuterkrankung gedacht werden.
Das nächste Stadium zeigt bei dem Hund eine Aggressivität, Nervosität und Bissigkeit auf. Auch ein verstärkter Speichelfluss ist zu beobachten. Die dann auftretenden Symptome werden immer intensiver. Es kommt zu Lähmungserscheinungen, die auch Schluckstörungen mit sich bringen. Das Tier kann den Speichel nicht mehr schlucken und er tritt als Schaum vor dem Maul aus. Das ist ein typisches Symptom für Tollwut.
Bedingt durch die Gehirnentzündung kommt es zu Muskelzuckungen. Es tritt eine Lähmung der Beine auf, so dass der Hund nicht mehr laufen kann. Die Lähmung schreitet weiter vor und es kommt zum Schluss zu einem Atemstillstand mit einsetzendem Tod.
Wie kann man der Tollwut vorbeugen?
Wie schon gesagt, ist Tollwut weltweit verbreitet. Durch bestimmte Vorsorgemaßnahmen gibt es einige Länder die tollwutfrei sind. Dazu zählt auch Deutschland. Es werden Fuchsköder ausgelegt, die mit dem Tollwutimpfstoff versehen sind. Man hat damit große Erfolge erzielt. Somit ist die Tollwutinfizierung für Menschen und Hunden sehr gering.
Doch sollte die Tollwut nicht unterschätzt werden. Es besteht immer die Gefahr, dass durch infizierte Tiere aus dem Ausland der Virus eingeschleppt werden kann. Es wird für Hunde ein Dauerimpfschutz empfohlen. Die jahrelangen vorgenommenen Tollwutimpfungen haben dazu beigetragen, dass in Deutschland ein Rückgang der Tollwuterkrankungen zu verzeichnen sind.
Wie wird die Tollwutimpfung verabreicht?
es erfolgt eine Grundimmunisierung mit drei Tollwut-Impfungen. Im Alter von 12 und 16 Wochen erhält der Hund die ersten beiden Impfungen. Die dritte Impfung kommt dann nach einem weiterem Jahr.
Meistens wird dann alle 3 Jahre eine Folgeimpfung vorgenommen. Somit hat der Hund für 3 Jahre einen Impfschutz gegen Tollwut. Es handelt sich dabei um einen Mehrjahresimpfstoff. Diesen Mehrjahresimpfstoff sollte der Tierarzt im EU-Heimtierpass eintragen. Sollte der Hund gebissen werden, kann man einer unnötigen Tötung im Verdachtsfall damit vorbeugen.
Wer mit seinem Tier in ein Urlaubsland verreisen möchte, muss eine Tollwutimpfung vorweisen.
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