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Apr. 15, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 0
Die Sumpfohreule hat ihre Heimat in Südeuropa. Obwohl sie zu den Ohreulen gehört, sind ihre Ohrbüschel kaum bis gar nicht zu sehen.
Die Oberseite ihres Gefieders ist gelblich mit dunkelbraunen Streifen, die Unterseite ebenfalls gelblich, wenn auch deutlich heller, mit Längsstreifen an Hals und Brust. Die gelben Augen sind schwarz umrandet und dank ihres Gesichtsschleiers ist ihr Gesicht nahezu weiß.
Als Ohreule hat auch die Sumpfohreule die typischen Federöhrchen. Allerdings sind sie so winzig, dass sie kaum zu sehen sind.
Sumpfohreulen benötigen einen abwechslungsreichen Lebensraum. Zur Jagd wird eine niedrige Vegetation benötigt, um Beute überhaupt greifen zu können. Diese finden sie in Feldern, vor allem, wenn diese im Herbst abgeerntet werden, sowie in Salzwiesen. Zur Brutzeit sind sie eher in Gegenden mit höherem Bewuchs von Stauden und Kräutern zu finden.
Sumpfohreulen sind Bodenbrüter. Das erklärt auch ihren Lebensraum, der außerdem namensgebend häufig in Sumpf- und Moorgebieten liegt sowie an Feuchtwiesen und in Seenähe.
Die Sumpfohreule ist überwiegend nachtaktiv. Lediglich zur Zeit der Fortpflanzung ist sie auch am Tage unterwegs. Nach der Balzzeit im März wird ein Nistplatz im höheren Gras gesucht. Diese Eulenart ist die einzige, die auch Nester baut.
Vier bis sieben Eier werden gelegt, welche knapp vier Wochen gebrütet werden. Die schlüpfenden Jungen bleiben nur zwei bis drei Wochen im Nest, welches aufgrund der Lage am Boden sehr gefährdet ist.
Sumpfohreulen ernähren sich fast ausschließlich von Mäusen, überwiegend Feldmäusen und nur gelegentlich von kleinen Vögeln und Insekten.
Das Mähen der Felder wird ihnen häufig zum Verhängnis. Auch Fressfeinde wie Füchse, Wiesel und Rabenvögel machen ihnen zu schaffen. Das größte Problem dieser Eule ist aber die menschliche Zerstörung ihres Lebensraumes durch Entwässerung wertvoller Moorgebiete.
Früher war die Sumpfohreule in ganz Deutschland verbreitet. Inzwischen fehlen ihr die passenden Lebensräume, die der Kulturlandschaft der Menschen weichen mussten. In Deutschland gibt es sie nur noch vereinzelt, zum Beispiel in Norddeutschland.
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