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Dez. 06, 2018 Redaktion Allgemein, Nagetiere, Tierbedarf, Tierschutz, Videos & Bilder, Voraussetzungen, Wildtiere 2
Streifenhörnchen sind sehr sehr beliebte Haustiere. Hier erfährst du alles, was du über Streifenhörnchen wissen solltest.
Streifenhörnchen zählen zur Familie der Hörnchen, welche zu den Nagetieren gehören. Ihre nächsten Verwandten sind z.B. Eichhörnchen und Präriehunde. Von der Nase bis zur Schwanzspitze messen Streifenhörnchen durchschnittlich 20 bis 25 Zentimeter. Der buschige Schwanz macht allein schon 8 bis 11 Zentimeter aus. Diese Nager erreichen ein Körpergewicht von 50 bis 120 GrammBesonders charakteristisch sind die 5 dunklen Streifen, die sich auf dem Rücken der Tiere befinden. Das Fell zwischen diesen ist deutlich heller. Die restliche Farbe des Felles ist beige, rotbraun oder weiß. Zimtfarbene oder weiße Tiere führen auf eine darauf gezielten Züchtung hin.
Ursprünglich stammen die Tiere aus dem asiatischen Raum. Von dort aus verbreiteten sie sich über die Mongolei bis nach Finnland. Auch in Deutschland gibt es Bestände. Diese jedoch wahrscheinlich auf ausgesetzte oder entgelaufene Tiere zurückführen. In der freien Natur leben die Hörnchen größtenteils in Nadelwäldern und bewohnen dort Dort unterirdische Tunnelsysteme mit mehreren Kammern. Dort schaffen sie sich unterirdische Tunnelsysteme, in denen sie leben. Dort wird geschlafen sowie Futter gelagert, welches sie gesammelt haben. In erster Linie ist dieser Ort als Schutz vor den Feinden gedacht. Dieses Revier verteidigen sie aufs Heftigste gegen alle Eindringlinge.
Diese kleinen Tierchen sind reine Energiebündel. Richtet Euch daher beim Kauf eines Käfig an das Motto: Motto:„Je größer, desto besser“. Denn ein zu kleiner Käfig kann dazu führen, dass die Tiere Verhaltensstörungen verursachen. Der Kafig sollte aufgrund dessen mindestens 2 Meter hoch sein und jeweils 1 Meter Breite und Tiefe betragen. Dabei ist die Höhe besonders wichtig, da Hörnchen sich auch in der Natur häufig in luftige Höhen vorarbeiten und sogar Baumhöhlen bewohnen. Zu empfehlen ist, am Käfig 2 Wände geschlossen und die anderen beiden offen zu lassen. Als Käfiggitter eignen sich am besten Maschendraht, der eine Maschung von max. 15 Milimeter haben sollte. So minimiert man das Verletzungsrisiko.
Die beiden geschlossenen Wände sorgen dem Tier Schutz vor Zugluft und zusätzliche Sicherheit bieten.
Der Käfig sollte zuerst mit dem Grundzubehör ausgestattet werden. Dazu gehört das geignete Einstreu, mehrere Häuschen und angemessenes Nestmaterial, Futter- und Trinkgefäße. Um die Reinigung stark zu vereinfachen, benötigt das Hörnchen eine Toilette, einen Salzleckstein und eine Buddelkiste. Da Streifenhörnchen sehr gern und viel klettern, solltet Ihr den Käfig nebst der Grundausstattung auch mit reichlich Klettermöglichkeiten füllen. Dazu eignen sich hervorragend Äste, Bretter, Hängematten, Seile, Röhren und viele weitere für das Hörnchen interessante Dinge. Auf ein Laufrad allerdingst verzichtet werden! Man sollte dem Tier genug Abnutzungsmöglichkeiten bieten, damit sie sich ihre
nachwachsenden Zähne abnagen können.
Um die Tiere zusätzlich auszugelasten, könnt Ihr ganz einfach für eine amüsante Beschäftigung sorgen. Nehmt Euch Eierkartons und Klopapierrollen, schneidet Euch diese beliebig zu und verteilt sie an erschiedenen Orten. In oder unter diese kleinen Basteleien kann anschließend kleine Leckerein verstecken, die Euer neugieriges Hörnchen finden kann. Das fördert das Genkvermögen Eures Nagers. Des weiteren könnt Ihr kleine Höhlen, die bestens als Verstecke eignen. Damit das Streifenhörnchen den Himmel auf Erden hat, benötigt dieses ein Erdbad oder eine Buddelkiste. Nehm hierzu ein flaches Gefäß, welches Ihr mit kleintiergeeignetem Torf oder Kokosfasersubstrat gefüllt. Manche Hörnchen bevorzugen auch Chinchillasand. So ein Erdbad ist wichtig für die Fellpflege und wird von Streifenhörnchen gerne genutzt. Manche richten sich hier sogar ihre Schlafplatz für den Winterschlaf ein. Zur vollständigen Auslastung der Nager solltest du ihnen Freilauf in einem ruhigen Zimmer ermöglichen. In diesem sollte jede Gefahrenquelle beseitig werden. Somit müsst Ihr alle Löcher und Spalten stopfen, da sich die kleinen neugierigen Nager überall durchqueschen. Badezimmer und Küche sind angesichts der vielen Gefahrenquellen absolut ungeeignet.
Bevor Ihr das Hörnchen in seinen Freilauf gebt, sollte es sich bereits vollständig in seinem Käfig eingelebt haben. Das ist wichtig, damit es den Käfig als sein Revier und Rückzugsort ansieht und so auch nach dem Freilauf hierhin zurückkehrt. Diese Eingewöhnung dauert ungefähr 4 bis 8 Wochen und sollte auf jeden Fall eingehalten werden. Kürzt man diese Zeit, sieht das Hörnchen das komplette Freilauf-Gebiet als sein Revier an und wird versuchen, dieses aggressiv gegen alle Eindringlinge zu verteidigen. Habt bitte Geduld! Das Hörnchen entscheidet selber, wann es bereit ist, den Käfig zu verlassen. Wenn es sich bei offener Käfigtür nicht hinausbewegt, dürft Ihr es auf keinen Fall scheuchen oder rausheben. Stattdessen könnt Ihr versuchen, es mit Nüssen vor dem Käfig oder einem konditionierten Lockruf herauszulocken. Einen schnelleren Erfolg erziehlt Ihr, wenn das Hörnchen schon zu einem gewissen Maße zahm ist. Natürlich kann man es zusätzlich mit seinem Lieblingsfutter locken. Dieses sollte nur noch aus der Hand gefüttert werden. Auch dies kann Tage der Monate dauern. Also ist auch hier Geduld angesagt.
Streifenhörnchen ernähren sich in freier Natur sehr vielfältig. Diese Ernährung sollte bei der Haltung idealerweise nachgeahmt werden. Als Futter eignen sich Körner, Nüsse, Samen, Gemüse und tierische Kost. Wichtig dabei ist darauf zu achten den Nährstoffbedarf des Hörnchens abzudecken, da es sowohl bei Über- als auch Unterversorgung zu Haarausfall kommen kann. Nüsse und Sonnenblumenkerne zählen als fetthaltig, machen dem Hörnchen aber nicht viel aus. Denn aufgrund seines bewegungsreichen Alltags verbraucht es reich Energie. Da Streifenhörnchen zu Diabetes neigen, sollte auf zuckerreiche Leckerchen verzichtet werden. Man kann auch passendes Streifenhörnchen-Futter im Handel erwerben.
Streifenhörnchen sind sehr interessante Haustiere und aufgrund ihrer Tagaktivität auch gut zu beobachten. Akzeptiert allerdings bitte, dass sie Euch nur als Futterspender sehen und kaum eine gemeinsame Freundschaft aufgebaut werden kann. Da sie selbstständig keinen Kontakt suchen, dienen sie nicht als Schmusetiere, Natürlich gibt es wenige Ausnahmen. Zusätzlich beanspruchen sie mehr an Platz und stellen bedeutend höhere Ansprüche an Futter und Einrichtung als Kaninchen oder Meerschweinchen. Ihr solltet Euch daher vorher genügend informieren, ob Ihr den Ansprüchen einer Haltung von Streifenhörnchen gerecht werden könnt.
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