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Jan. 01, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 0
Sperber sind sehr kleine Greifvögel, die wahre Flugkünstler sind. Ein Sperber-Steckbrief.
Sperber werden häufig mit kleinen Falken verwechselt und haben die gleiche Färbung wie der Habicht. Sie gelten deshalb als sein kleines Abbild, denn auch die Lebensweise ähnelt sich sehr.
Sperberweibchen haben die Größe von Tauben, die Männchen sind deutlich kleiner und werden kaum größer als Amseln. Die Oberseite der Vögel ist grau-blau, die Unterseite weiß-dunkel gebändert, bei Männchen rostrot gebändert. Vor allem die geringe Größe und die rötliche Färbung der Männchen führen manchmal dazu, dass sie mit Turmfalken verwechselt werden.
Die kurzen, abgerundeten Flügel und der lange, kaum gefächerte Schwanz macht aus ihnen sehr geschickte und sehr rasante Flieger, die ihre Beute auch zwischen Häusern und anderen Hindernissen verfolgen.
Sperber sind weit verbreitet, lebt in ganz Europa bis hin nach Sibirien und fühlt sich sogar in Japan heimisch. Genauso unterschiedlich sind seine Lebensräume.
Sperber sind tagaktiv und erbeuten auf ihrer Jagd überwiegend kleine Vögel wie Amseln, Finken und Sperlinge. Doch auch Kleinnager wie Mäuse werden gefressen.
Brutzeit ist im Mai-Juni. Ihr Horst bauen Sperber bevorzugt in Mischwäldern. Die bis zu sechs Eier werden 35 Tage gebrütet. Nach etwa 30 Tagen verlassen die Jungen das Nest.
Viele Sperber ziehen im Herbst Richtung Süden und überwintern in Nordafrika, Spanien und Frankreich. In Deutschland sind in dieser Zeit die Wintergäste aus Russland und Skandinavien zu Gast.
Im Winter, wenn die Felder dick mit Schnee bedeckt sind, wird die Nahrung auf dem Land knapp. Sperber ziehen dann in die Wohngebiete, jagen dort nach kleinen Vögeln und lauern an Vogelfutterhäusern.
Sperber werden in Gefangenschaft bis zu 15 Jahre alt. Neben der menschlichen Verfolgung werden die Vögel aber auch Opfer von Pestiziden oder sterben nach Kollisionen während ihrer wilden Flüge. Gebietsweise waren die Sperber schon ausgestorben und gelten nach wie vor als gefährdet. Nachdem der Einsatz der Pestizide Hexachlorbenzol (HCB) und Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) verboten wurde, hat sich ihr Bestand wieder etwas erholt.
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