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März 04, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 0
Die Schleiereule kommt von allen Eulen in der Nähe der Menschen am besten zurecht. Trotzdem leiden Schleiereulen vor allem in harten Wintern.
Schleiereulen sind die hellsten Eulen, die es in zwei Farbvarianten gibt. Die einen haben einen weißen Bauch, die anderen einen gelben. Ihr Oberseite des Gefieders ist mit feinen Pünktchen überseht. Vermutlich verdankt sie ihnen aufgrund der Ähnlichkeit eines Schleiers ihren Namen.
Ihr Gesichtsschleier umrahmt ihr Gesicht herzförmig. Die Augen sind dunkel und die Flügel sehr lang. Mit ihnen kann die Schleiereule nahezu geräuschlos durch die Nacht gleiten.
Die Schleiereule ist ein Kulturfolger. Sie sucht die Nähe von menschlichen Siedlungen und brütet bevorzugt in Gebäuden wie alten Kirchtürmen, offenen Dachbösen und Scheunen. Sogar in Taubenschlägen ist sie mit ihren Jungen zu finden. Aufgrund der Mäusevorliebe vergreift sie sich nicht an den Tauben und kann dort toleriert werden.
Im April werden bis zu sieben Eier gelegt. Die Brutzeit dauert 30 Tage. Nach 60 Tagen verlassen die Jungen ihre Nisthöhle. Ob alle Jungen überleben ist davon abhängig, ob der Nistplatz gleichzeitig in einem guten Jagdgebiet liegt. Zum Jagen werden offene Gebiete gebraucht, über die die Schleiereulen auf Beutesuche gleiten können. Das sind Waldränder, Wiesen und Felder, die mit Gehölzen und Gräben durchzogen sind.
Reicht die Mäusepopulation noch nicht aus wird erst später im Mai gebrütet. Bei günstigen Bedingungen gibt es eine weitere Brut im Spätsommer, ganz selten auch noch eine dritte.
Schleiereulen gibt es in ganz Europa. Die Vogelzahlen variieren aber sehr stark. Nach harten Wintern und Mäuseknappheit reduziert sich ihr Bestand extrem. Diese Eule ernährt sich überwiegend von Mäusen. Das ist der Grund dafür, dass ihnen schneereiche Winter besonders zu schaffen machen. Auch der Abriss alter Gebäude und das Verschließen von deren Öffnungen schaden dem Bestand.
Der Einsatz von Rodentiziden nimmt den Schleiereulen die Nahrungsgrundlage. Und auch der Straßenverkehr fordert viele Opfer. Besonders Kollisionen mit größeren Kraftfahrzeugen fordern ihre Opfer. Passiert dies zur Brutzeit stirbt auch der Nachwuchs.
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