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Feb. 18, 2014 Marita Schuster Nagetiere 1
In freier Natur verbringen Nager viel Zeit mit der Suche nach Fressen. Sie legen dabei große Strecken zurück und verbrennen dadurch auch viel Energie, beziehungsweise Kalorien. Nager (Chinchillas, Degus, Kaninchen, Meerschweinchen) fressen eigentlich immer. Das liegt nicht daran das sie immer Hunger haben, sondern sie müssen
immer fressen, weil ihr Magen nur durch Nachschub die Nahrung in den Darm schiebt, der Magen besitzt dafür keine Muskeln. Das ist auch der Grund, warum diese Nager keinen Fastentag einlegen dürfen, das wäre tödlich für sie. Aber auch Hamster, Rennmäuse und Mäuse sind die meiste Zeit ihres Lebens auf der Suche nach Futter. So ist es nicht verwunderlich, dass die wild lebenden Artgenossen unserer Haustiere ihnen etwas voraus haben – Einen schlanken Körperbau und viel Muskeln.
Bewegung ist wichtig
Es ist wichtig wieder Spaß und Bewegung ins Leben der Nager zu bringen. Klar, Heu, Wasser und Grünzeug müssen nach wie vor immer zur Verfügung stehen, aber wenn es ums Fertigfutter oder den Leckerlis geht, sollten die kleinen Fellnasen gefordert werden. Natürlich meint man es gut, wenn man einen gut gefüllten Futternapf zur Verfügung stellt, doch wer in so einem Schlaraffenland lebt, wird sich nicht mehr freiwillig so viel bewegen und nur noch vom Napf zum warmen Nest hoppeln. Dabei können dann Krankheiten wie Zucker, überanstrengendes Herz, kaputte Gelenke und Lustlosigkeit entstehen.
Ein Parcours der Köstlichkeiten
Wenn die kleinen Leckermäuler Körnerfutter und Extras haben möchten, warum sich es dann nicht verdienen beziehungsweise erarbeiten lassen? Dazu eignet sich besonders gut ein Hindernisparcours, der mit Löwenzahnblüten oder Sonnenblumenkernen bestückt ist. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Heuball mit Leckerlis zu bestücken und dann aufzuhängen. Hamster, Mäuse und Ratten können sehr gut balancieren, wenn es darum geht an Leckerlis zu gelangen. Auch eignen sich Erde oder Chinchillasand als Versteckmöglichkeit zum ausbuddeln. Meerschweinchen, Kaninchen und Ratten können sich gut recken, das heißt, einfach einen Strick genommen und dort Leckerlis befestigt und in den Käfig gehängt. Meerschweinchen und Kaninchen können sich stundenlang mit Futterkugeln beschäftigen, die gerollt werden muss, damit die Leckerlis heraus fallen. Chinchillas, Degus und Kaninchen können auch gut springen, das kann man ausnutzen, indem man höhere Hindernisse aufbaut, wo eine Blüte oder dergleichen wartet. Ein Meerschweinchen kann aufgrund seiner kurzen Beine nicht gut springen, sie können aber durch Tunnels laufen oder schräge Wände hoch laufen.
Richtige Größe ist wichtig
Wer Leitern, Kugeln, Kletterhäuschen und Labyrinthe kaufen möchte, muss unbedingt auf die passende Größe achten. Man kann sie im gesamten Käfig verteilen oder wenn vorhanden im Freigehege aufbauen. Man sollte aber darauf achten, das die Leckerlis jeden Tag an einem anderen Ort versteckt werden. Die Nager sind schlaue Tiere, gerade wenn es ums Futter geht, so werden sie am nächsten Tag erst einmal die Stellen untersuchen, wo sie am vorherigen Tag Leckerlis gefunden haben. Man sollte es so gestalten wie in der Natur, jeden Tag woanders Leckerlis platzieren, das hat schnell zur Folge, dass die Nager jeden Tag durch ihren Käfig flitzen und jeden Millimeter nach Leckerlis absuchen werden. So haben sie genug Bewegung und bleiben gesund und fit.
Foto: © sprisi / pixelio.de
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