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Okt. 06, 2016 Manuela Vogt Wildtiere 0
Hornissen machen vielen Angst. Sie kommen surrend angeflogen und sind riesig. Manch einer denkt, dass es eine Riesenhornisse sein muss.
Hornissen gehören zu den Faltwespen und gelten als sehr friedfertig. Sie stechen nur zur Verteidigung. Trotzdem jagen sie vielen Menschen Angst ein. Das liegt nicht nur an ihrer Größe, sondern auch an ihren surrenden Fluggeräuschen.
In der Nähe ihres Nestes sind Hornissen weniger tolerant als in freier Natur. Es ist sinnvoll, zwei bis drei Meter Sicherheitsabstand zu halten, denn die Arbeiterinnen würden Königin und Brut vor Eindringlingen verteidigen.
Das Gift soll laut Fachleuten weniger giftig sein als das Gift von Bienen. Hornissen gehören zu den Insektenjägern und haben wenige natürliche Feinde, sodass ihr Gift überwiegend zum Töten der Insekten dient.
Die Riesenhornisse findet man nicht in Deutschland. Sie ist in Asien beheimatet und wird deshalb auch Asiatische Riesenhornisse genannt. Sie werden bis zu 4,5 cm lang, Königinnen manchmal bis zu 5,5 cm. Die Asiaten sind eher orange, während andere Hornissenarten häufig wie auf dem Foto gelblich sind. Ihr Stich gilt als sehr schmerzhaft und es kursieren Gerüchte, dass Menschen nach dem Stechen sterben. Und tatsächlich gibt es Todesfälle zu verzeichnen. Es handelt sich aber um eine Folge einer allergischen Reaktion, wie sie eben auch nach Bienen- oder Wespenstichen vorkommen kann.
Die Lebensweise der Riesenhornissen ähnelt der Lebensweise anderer Wespen. Setzt der Winter ein, stirbt das Hornissenvolk, mit Ausnahme der Jungköniginnen. Sie überwintern an einem geschützten Ort und fliegen im Frühjahr aus, um sich ein Nest zu suchen.
Meist liegt dieses Nest in Bodennähe, direkt in der Erde oder in Hohlräumen. Die Königin legt Eier, aus denen schon nach kurzer Zeit Larven schlüpfen. Diese erste Brut wird noch von der Königin selbst versorgt, indem sie Insekten köpft, zerkaut und diesen Brei an ihren Nachwuchs verfüttert. Nach dem Verpuppen schlüpfen die Arbeiterinnen, die dann die Versorgung des kommenden Nachwuchses übernehmen.
Die später schlüpfenden Drohnen haben die Aufgabe, sich mit den Jungköniginnen zu verpaaren. Anschließend sterben diese und im sich näherndem Winter auch das übrige Volk, wieder mit Ausnahme der Jungköniginnen.
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