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Feb. 02, 2017 Manuela Vogt Fische 0
Der pH-Wert im Aquarium ist der wichtigste Wasserwert, denn alle Fische haben sich im Laufe der Zeit an den pH-Wert ihres Herkunftsgewässer angepasst.
Der pH-Wert (Säuregrad) wird von den H+-Ionen (Wasserstoff) bestimmt, die das Verhältnis der Laugen und Säuren in einem Aquarium beeinflussen.
Der pH-Wert ist im Grunde der wichtigste Wert in der Aquaristik. Jede Fischart, die heute in einem Aquarium gehalten wird, hat sich zuvor im Laufe der Evolution ihrer Heimat, genauer dem Gewässer angepasst, in dem sie ursprünglich gelebt hat.
Ein pH-Wert von 7 ist neutral. Je niedriger der pH-Wert, umso saurer ist das Wasser. Je höher der pH-Wert, umso alkalischer ist es. Pro Einheit verändert sich das Säure-Basen-Verhältnis um das 10fache. Hat ein Gewässer einen pH-Wert von 8 und sinkt dieser auf 7, so steigen die H+-Ionen um das 10fache an. Aus diesem Grund wirkt sich bereits eine minimale Schwankung massiv auf das Wasser und seine Bewohner aus.
Fische reagieren sehr empfindlich auf Schwankungen und Abweichungen ihres spezifischen pH-Werts. Deshalb ist es wichtig, sich darüber zu informieren, wie der pH-Wert des Herkunftsgewässers ist. Ist das Gewässer sauer, muss der Wert unter 7 liegen. Ist es dagegen alkalisch sollte es über 7 liegen.
Die Wichtigkeit des pH-Werts beeinflusst auf diese Weise auch die Möglichkeit der Vergesellschaftung verschiedener Fischarten. Fische aus sauren Gewässern können nicht mit Fischen aus alkalischen Gewässern zusammen gehalten werden, ohne dass eine der beiden Arten darunter leidet.
In der Natur beeinflussen vor allem Kohlendioxid und Karbonathärte den ph-Wert des Wassers. Aber auch Huminsäuren und die überwiegend sauren Stoffwechselendprodukte der Aquarienbewohner spielen eine Rolle. Vor allem die Karbonathärte gibt Aufschluss über den pH-Wert, denn dieser steigt und sinkt in der Regel proportional zur Karbonathärte.
Soll der pH-Wert gesenkt werden, sollten möglichst ausschließlich natürliche Mittel Anwendung finden, die auch in natürlichen Gewässern zu finden sind.
Ist der ph-Wert im Aquarium zu niedrig, sollte die Karbonathärte erhöht werden, z.B. durch Zugabe von Natriumhydrogencarbonat. Außerdem ist es sinnvoll, den CO2-Gehalt des Wassers zu reduzieren, z.B. durch zusätzliche Filterung durch kalkhaltige Filtermaterialien wie Muscheln oder Kalkgestein.
Ist der pH-Wert im Aquarium zu hoch, muss die Karbonathärte reduziert werden, z.B. durch einen Teilwasserwechsel mit karbonatarmen Wasser. Der CO2-Gehalt wird dagegen erhöht, was am einfachsten mit torfhaltigen Filtern gelingt.
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