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Apr. 10, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 0
Pflanzen für Schmetterlinge sind grundlegend wichtig für den Arterhalt, denn jede Schmetterlingsart hat ihre persönliche Futterpflanze, die vor allem die Raupen zum Aufwachsen benötigen.
Schmetterlinge suchen zum Legen ihrer Eier bestimmte Pflanzen auf. Sie achten darauf, dass es Futterpflanzen für die später schlüpfenden Raupen sind.
Brennesseln sind wichtige Eiablageplätze für viele Schmetterlingsarten, zum Beispiel Kleiner Fuchs und Admiral. Nach dem Schlupf ernähren sich die Raupen von diesen Pflanzen.
Auch Disteln, Brombeere, einige Kleearten, Wilde Möhre und hohe Gräser sind potenzielle Raupenpflanzen. Skabiosen, Mädesüß wie auch Labkraut gehören ebenfalls dazu. Von all diesen Pflanzen steht die Brennessel aber auf Platz 1 der beliebtesten Raupenpflanzen.
Einige dieser Pflanzen lassen sich gezielt aussäen. So lässt sich in einer Ecke des Gartens und sogar auf dem Balkon ein Schmetterlingsparadies anlegen. Da es Schmetteringsarten gibt, die lieber junge Pflanzen mögen und andere, die Altpflanzen bevorzugen, ist es sinnvoll, einen Bereich immer mal wieder etwas zu kürzen, damit junge Triebe nachwachsen.
In einem natürlich bewirtschaftetem Garten kommen die nützlichen Pflanzen von ganz allein. In einer Gartenecke sollten sollten sie sich frei ausbreiten können. Dann lässt sich das auch mit einem kurzen und grünen Rasen vereinbaren.
Bevor aus einer Raupe ein Schmetterling wird, muss sich diese verpuppen. Meist geschieht es im Herbst, die Puppen überwintern und Frühjahr schlüpfen die Schmetterlinge.
Neben den Raupenpflanzen wird deshalb auch ein Versteckt für das Puppenstadium benötigt, welches den Winter über nicht gestört wird. Beliebt sind Haufen mit Altholz und dicke Laubschichten.
Schmetterlinge ernähren sich nicht wie ihre Raupen von Blattgrün, sondern von Nektar. Bunte Blumenwiesen bieten ihnen Nahrung.
Nelken, Lavendel, Pfingstrosen, Skabiosen, Wiesensalbei, Gemeine Margeriten und Dost spenden Schmetterlingen reichlich Nektar. Doch schon mit dem Stehenlassen von Löwenzahn und Gänseblümchen kann jeder den Schmetterlingen etwas Gutes tun.
Blumen mit geöffneten Blüten sollten immer bevorzugt werden. Inzwischen gibt es viele Züchtungen mit geschlossenen Blüten, mit denen viele Insekten wenig anfangen können.
Wichtig ist außerdem, dass Schmetterlinge bis in den Herbst hinein nektarreiche Blüten finden. Blumenwiesen sollten deshalb niemals komplett gemäht werden, sondern in Etappen, damit noch genug Blüten stehen. Der Einsatz von Pestiziden schadet den Schmetterlingen und ihren Raupen sehr.
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