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Sep. 09, 2015 Manuela Vogt Pferde 0
Kinetische Tapes finden bei Pferden vor allem Anwendung bei Problemen des Bewegungsapparates. Wer sein Pferd tapen möchte, sollte sich zunächst grundlegend mit der Anwendung kinetischer Tapes beschäftigen.
Tapes bestehen aus elastischem Material, welches in Längsrichtung dehnbar ist. Der wellenförmig aufgetragene Kleber unterstützt das Anheben der Haut.
Sie nutzen das Prinzip der Hautverschiebung, welche Kenzo Kase, ein japanischer Chiropraktiker näher untersuchte. Er entwickelte nicht nur die Tapes, sondern zugleich verschiedene Tape-Techniken.
Zunächst wurde ausschließlich im Profisport getapet – überwiegend bei Verspannungen, Gelenks-, Muskel- und Bänderproblemen. Bei Brüchen wie auch Rissen in Bändern und Sehnen sollten keine Tapes verwendet werden.
Inzwischen sind die kinetischen Tapes auch in Privathaushalten und schließlich auch im Haustierbereich eingezogen. Vor allem in der Pferdehaltung sind sie beliebt, denn als Reittier leiden Pferde häufig an den oben genannten Beschwerden. Auch für die Akupunktur werden Tapes inzwischen eingesetzt.
Für Pferde sollten Tapes aus dem Veterinärbereich genutzt werden. Sie wirken genauso, kleben aber auf Fell besser als die Tapes für Menschen. Nach dem Anbringen der Tapes auf das Pferd, sollte dies kurze Zeit etwas ruhig gehalten werden. So wird ein Verrutschen verhindert, denn der Klebeeigenschaften werden durch die Körperwärme des Pferdes aktiviert.
Wer sein Pferd tapen möchte, sollte grundsätzlich beachten, dass Tapes nicht der Stilllegung von Körperteilen dienen. Im Gegenteil, sie simulieren Bewegung bzw. intensivieren sie und lassen sie das Pferd bewusst spüren. Dennoch können sie zusätzlich zur tierärztlich verordneten Boxenruhe eingesetzt werden und beim Übergang Ruhe-Bewegung hilfreich sein.
Richtig angewendet, helfen Tapes Pferden sehr schnell bei schwacher Muskulatur sowie Verspannungen. Doch auch bei Störungen im Bereich der Bänder, Sehnen und Gelenkskapseln wie auch Hämatomen tritt die Wirkung recht schnell ein. Sie helfen bei Problemen des Lymphabflusses wie Ödemen und können durch das Tapen bestimmter Schmerzpunkte schmerzstillend wirken. Letzteres funktioniert, indem Akupunkturpunkte mit einbezogen werden, welche später bei Bewegung des Pferdes mit jedem Schritt aktiviert werden.
Die Farben der Tapes sollen den Patienten über das Farbsehen zusätzlich positiv beeinflussen. Die Wirkung ist bei allen Farben die gleiche. Aufgrund des eingeschränkten Farbsehvermögens spielen sie beim Tapen von Pferden aber kaum eine Rolle.
Auch wenn Tapes frei von Medikamenten sind, gilt das Tapen bei Pferden laut Deutscher Reiterlichen Vereinigung (FN) als Doping. Während eines Wettkampfs sind Tapes deshalb nicht erlaubt.
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