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Apr. 08, 2014 Marita Schuster Tierschutz 1
Ostern steht bald wieder ins Haus und viele Eltern nutzen gerade Ostern dazu, den Kindern den Wunsch nach einem Haustier zu erfüllen. Auf einem mal langen keine Stoffhasen mehr, es müssen echte Hasenkinder in dem Osternest sitzen. Auf dem Frühstückstisch oder zur Kaffeetafel laufen lebendige Küken als Deko über den Tisch.
Aber jeder, der darüber nachdenkt, einen Hasen oder ähnliche lebendige Tiere zu verschenken, sollte einmal in sich gehen. So niedlich so ein Nest oder so eine Deko auch aussehen mag, Tiere sind doch kein lebendes Spielzeug!! Sie haben Bedürfnisse, auch weit über Ostern hinaus und man sollte Tiere niemals einfach so verschenken.
Zu laut und viel zu viel Trubel über die Festtage
Ostern ist bei den meisten Familien viel Trubel, es kommt Besuch und es herrscht Feierstimmung. Eigentlich ist diese Stimmung viel zu laut für die Kleintiere. Sie brauchen für die ersten Tage in ihrem neuen zu Hause viel Ruhe, denn ein Umzug bedeutet für die Tiere Stress und Ruhe ist das wenigste, was die Tiere über Ostern bei ihrer neuen Familie erwarten können. Leider werden die ach so heiß geliebten Kleintiere wenige Tage nach dem Osterfest auch schon langweilig, überflüssig und ungeliebt. Die Zahlen in Tierheimen und Auffangstationen belegen dies. Das niedliche Kaninchen Baby wird größer, es ist nicht stubenrein, nagen Kabel durch oder beißen sogar aus Frust. Die Vorwürfe sind endlos. Entweder ist das Meerschweinchen zu laut, das Kaninchen beißt Kabel durch, der Hamster steht erst nach 23 Uhr auf oder aber ein Familienmitglied ist allergisch gegen den neuen Mitbewohner. Alle Tiere machen zu viel Schmutz und keiner hatte bedacht, dass die Kleinen auch einen enormen Pflegeaufwand benötigen. Ein besonderes Problem sind die kleinen Küken. Es scheint kaum jemand zu interessieren oder kaum jemand denkt daran, dass aus kleinen Küken große Hühner werden. Da Küken aber eine entsprechende Haltung benötigen, Überleben viele dieser kleinen Küken nicht einmal das Osterfest. Viel zu spät wird bemerkt, dass die süßen Kleintiere, die man zu Ostern verschenkt hat, doch viel mehr Verantwortung und Arbeit mit sich bringen, als man vorher gedacht hat.
Es geht auch anders
Wenn doch einmal ein Tier verschenkt werden soll, kann man vorsorgen, dass das geliebte Haustier nicht zum Albtraum wird oder anders herum. Man kann das Geschenk vorbereiten, indem man in den Osterkorb ein passendes Stofftier legt mit einem Gutschein dabei. So ist die Vorfreude noch länger als die Osterfeiertage dauern. Als Geschenk eignen sich dazu noch passende Bücher über das Tier. So kann der Beschenkte sich über das Tier belesen und es kann im Vorfeld schon ein passender Käfig ausgesucht oder im besten Fall selbst gebaut werden. Wer ein Haustier zu Ostern verschenken möchte, sollte sich folgende Frage stellen:
Wie lange will und kann ich mich um ein Haustier kümmern – Haustiere werden unterschiedlich alt. Zwerghamster werden zwischen 1,5 – 2,5 Jahre alt. Hamster und Mäuse können 3 – 4 Jahre alt werden. Meerschweinchen und Kaninchen können schon 8 Jahre alt werden. Hunde und Katzen bleiben 10 – 15 Jahre oder länger unsere Wegbegleiter. Schildkröten dagegen sind wahre Methusalems. Sie werden 80 Jahre und älter.
Foto: © Mensi / pixelio.de
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