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Nov. 22, 2012 Redaktion Hunde 3
Hunde neigen dazu, Fremdkörper in vielen Situationen zu verschlucken. Hauptgrund ist meist die angeborene Neugier des Tieres, aber auch ein versehentliches Verschlucken beim Spiel kann häufig vorkommen.
Vor allem bei giftigen oder auch größeren Gegenständen, ist es wichtig den Hund entsprechen zu behandeln, da es zu Vergiftungen, Organschäden oder aber auch zu Erstickungen des Tieres kommen kann. Neben dem Verschlucken kann es auch zum Einatmen von Fremdkörpern kommen, die durch Nase oder Luftröhre schließlich in die Lunge gelangen.
Meist kommt was der Hund verschluckt hat am Ende unbeschadet wieder zum Vorschein, vor allem Steine, Murmeln oder ähnlich harmlose Gegenstände, stellen keine große Gefahr für Leib und Leben des Hundes dar.
Allerdings kann ein harmloses Verschlucken auch nicht so glimpflich ausgehen und der Hund kann hierbei durchaus in mitunter Lebensgefährliche Situationen geraten.
Bei „harmlosen“ Gegenständen kann es allerdings auch zu einer vorrübergehenden Verlangsamung der Verdauung des Tieres kommen, die erst endet wenn der Fremdkörper über den Darmtrakt ausgeschieden wurde. Allerdings können auch hierbei Probleme entstehen, so können sich Gegenstände im Darmtrakt verkeilen, was zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen kann.
Sollte der Fremdkörper zu lange auf sich warten lassen ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich.
Bei verschluckten Fremdkörpern zeigt der Hund Symptome wie Erbrechen, Würgen oder Mattigkeit. Teile des Fremdkörpers können im Maul oder am After sichtbar sein, wenn der Hund schon Teile ausgeschieden hat. Sollte man Teile des Fremdkörpers finden, so sollte man diese mit zum Tierarzt bringen, damit eine mögliche Vergiftung durch den Fremdkörper ausgeschlossen oder bestätigt werden kann.
Insbesondere bei Welpen ist es wichtig, dass diese nichts verschlucken. Besonders kleine Bälle stellen sowohl für das erwachsene Tier, als auch für den Welpen eine große Gefahr durch Ersticken dar.
Neben der Größe des Gegenstandes spielt auch die Zusammensetzung eine Rolle. So kann weicher Kunststoff durch die Magensäure des Hundes teilweise zersetzt werden und so gefährliche Weichmacher entzogen werden.
Die Folge ist, dass durch den fehlenden Weichmacher, das Material steinhart und scharfkantig wird und möglicherweise den empfindlichen Magen-Darm-Trakt des Hundes von innen schwer verletzen kann.
Formen der ersten Hilfe wären die Gabe eines Brechmittels, bei diesem der Hund den kurz zu vor verschluckten Fremdkörper erbricht. Diese Maßnahme ist allerdings nur dann effektiv, wenn die Verschluckung noch nicht allzu lange her ist, das heißt nicht länger als eine Stunde.
Sollte der Hund den Fremdkörper über die Atemwege zu sich genommen haben, kommt es meist zu Atemnot und zu einer damit verbundenen Bewusstlosigkeit.
Dabei verfärbt sich die Zunge, aufgrund des Sauerstoffmangels, blau und er hustet oder niest ständig. Schaumbildung und extremer klar wässriger Speichelfluss, sind ebenfalls ein Anzeichen für einen eingeatmeten Fremdkörper.
Formen der ersten Hilfe wären hierbei, das Anheben an den Hinterbeinen des Hundes und das gleichzeitige Klopfen auf die Schulterblätter, so unterstützt man das Tier effektiv beim Husten.
Dabei sollte man stets beruhigend auf den Hund einreden, damit der Hund nicht allzu sehr unter Stress steht. Sollte der Hund dennoch bewusstlos werden so ist es unablässig schnellstmöglich einen Tierarzt aufzusuchen, damit dieser sofort entsprechende Maßnahmen zu Rettung des Hundes einleitet.
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