Zuletzt aktualisiert September 25th, 2023 9:41 PM
Dez. 20, 2015 Manuela Vogt Exoten, Terraristik, Wildtiere 0
Nashornkäfer – selten und schützenswert. Wissenswertes über diese Käfer, ihre Lebensweise und ihren riesigen Nachwuchs, der mehrere Jahre ungestört bleiben muss.
Käfer sind spannende Tiere. Es gibt weltweit rund 350.000 verschiedene Käferarten, die alle zur Ordnung der Insekten gehören. Jedes Jahr werden weitere Käfer entdeckt. Ein besonders interessantes Exemplar ist der Nashornkäfer.
Ihren Namen verdanken die Nashornkäfer ihrem nach hinten gebogenen Horn. Dieses haben aber nur die männlichen Käfer, das Hornschild der Weibchen ist dagegen klein und glatt. So lassen sich die Geschlechter leicht auseinander halten.
Würde man einen Nashornkäfer hochheben, so könnte man seine Bauchseite sehen, die ebenfalls sehr auffällig ist. Der gesamte Bauch ist mit rötlichem Fell überzogen. Ihr Panzer ist rotbraun und zweigeteilt. Bis zu 4 cm Länge können die Käfer erreichen.
Eine weitere Besonderheit dieser Käfer und zugleich der Grund für ihre Seltenheit ist die Entwicklung. Bis aus einem gelegten Ei ein Nashornkäfer wird, dauert es etwa 5 Jahre. In dieser Zeit durchläuft der werdende Käfer mehrere Entwicklungsphasen.
Aus den Eiern schlüpfen zunächst Larven, die bis zu 12 cm lang werden können und den Larven des Maikäfers zum Verwechseln ähnlich sehen. Während dieser Entwicklungszeit von der Dauer mehrerer Jahre, darf der Lebensraum, im Besonderen die Brutstätte, nicht zerstört werden. Da kaum ein Komposthaufen über Jahre ungenutzt herum steht, ist es selten, dass die Larve bis zur Käferwerdung überlebt.
Bevor die Larve zum Käfer wird, verpuppt sich diese. Ihr Kokon kann die Größe eines Hühnereis erreichen. Die geschlüpften Käfer sind dämmerungs- und nachtaktiv, ernähren sich von Baumsäften und leben nur wenige Wochen, in denen sie sich fortpflanzen.
Nashornkäfer stehen unter Artenschutz, denn ihr Bestand ist inzwischen bedrohlich zurückgegangen. Für ihren Schutz sind geschützte Brutplätze wichtig – Komposthaufen, Pferdemisthaufen und Totholz. Wer etwas nachhelfen möchte, kann einen künstlichen Haufen aus Laub, Rindenmulch, Holzspänen, morschem Holz und nach Belieben etwas Pferdemist anlegen, welcher über viele Jahre ungestört bleibt.
Sep. 25, 2023 24
Dez. 01, 2022 1.750
Sep. 27, 2021 441
Sep. 27, 2021 724