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Aug. 12, 2015 Manuela Vogt Terraristik 0
Das Mehlwürmer-züchten lohnt sich vor allem für Halter von Terrarientieren. Die Larven des Mehlkäfers sind eine wertvolle Beikost, die sich leicht selbst vermehren lässt. Mit dieser Anleitung zur Mehlwurmzucht gelingt dies auch Anfängern.
Lange Zeit waren Mehlwürmer die beliebtesten Futtertiere, welche häufig sogar ausschließlich gefüttert wurden. Doch die Mangelernährung, die aufgrund fehlender Abwechslung entstand, brachte die Mehlwürmer in den Verruf.
Grundsätzlich sollten die bis zu 28mm großen Larven nur gelegentlich gefüttert werden, da sie sehr eiweiß- und fetthaltig sind. Sie können so ein wertvoller Teil einer abwechslungsreichen Mischkost sein.
Gegeben werden sie dabei immer im frischgehäutetem Zustand, denn die Außenschale ist nicht für alle Tierarten gleich gut verdaulich.
Hier zeigt sich sogleich das schlagkräftigste Argument für das Mehlwürmer-züchten. Mehlwurmzüchter haben in der Regel immer mehrere Entwicklungsstadien zur Verfügung, während ein gekaufter Topf Mehlwürmer aus dem Zoofachhandel meist Tiere enthält, die sich im gleichen Entwicklungsstadium befinden.
Als Zuchtbehälter eignet sich eine Kunststoffbox mit gut verschließbarem Deckel am besten. In den Deckel wird eine großzügige Öffnung geschnitten, die als Lüftung dient. Diese wird mit Gaze versehen.
Die Mehlwurmzucht ist bei Temperaturen von 27-30°C am erfolgreichsten. Die Kiste wird mit 1 Teil Mehlwürmer, 2 Teilen Haferflocken und 2 Teilen Weizenschrot gefüllt. Ein Teil des Futters kann auch durch Semmelbrösel ersetzt werden. Darüber werden Eierkartons verteilt, die als Versteckmöglichkeit dienen. Wellpappe und Ähnliches kann ebenfalls verwendet werden.
Zusätzlich wird Frischfutter gegeben. Möhren, Gurken, Salat wie auch etwas ungespritztes Grünfutter aus dem Garten eignen sich besonders gut und können zusätzlich mit Vitamin- und Mineralmischungen aufgewertet werden. Dieses Frischfutter sollte täglich entfernt bzw. gewechselt und möglichst in einem separaten Gefäß gereicht werden, um die Einstreu nicht zu durchfeuchten.
Wenn aus den Larven Käfer geworden sind, beginnen diese schon bald mit der Eiablage. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven häuten sich mehrmals. Frisch gehäutet, wenn sie fast weiß sind, können sie verfüttert werden. Sobald sie sich verpuppen, entwickeln sie sich zum Käfer. Wer eine ernsthafte Zucht betreiben möchte, sollte die Puppen heraus sammeln und separat unterbringen, weil sie gelegentlich von den Mehlwürmern angefressen werden.
Die geschlüpften Käfer können ebenfalls verfüttert werden, werden aber verschmäht, sobald sie älter sind. Der gesamte Zyklus eines Mehlkäfers dauert etwa drei Monate.
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