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Nov. 02, 2016 Manuela Vogt Wildtiere 0
Etwa im Oktober jeden Jahres kommt es in einigen Regionen zu einer Marienkäferplage, einer Ansammlung unzähliger Marienkäfer, die sogar in Häuser eindringen.
Es gibt sehr viele Marienkäferarten, die größtenteils nach der Anzahl ihrer Punkte benannt werden. In Deutschland sind es zwei, die besonders oft angetroffen werden: der 7-Punkt-Marienkäfer und der asiatische Harlekin-Marienkäfer.
Der 7-Punkt-Marienkäfer ist ein heimischer Marienkäfer und ist bekannt für seinen großen Hunger auf Blattläuse.
Der Harlekin-Marienkäfer kommt ursprünglich aus Asien. Er wurde eingeführt, um in Treibhäusern auf Blattlausjagd zu gehen, denn diese Art vertilgt sehr viel mehr als der 7-Punkt-Käfer.
Nachdem die asiatischen Käfer sich auch außerhalb der Treibhäuser verbreiteten, steht er in der Kritik. Er soll nicht nur Blattläuse fressen, sondern auch andere Insekten und die Larven des 7-Punkt-Marienkäfers. Das es fast schon mehr asiatische als deutsche Marienkäfer zu beobachten gibt, liegt daran, dass sich die Harlekinkäfer rasant vermehren können.
Im Herbst, meist im Spätherbst, wenn die Tage kälter werden, kommt es zu großen Ansammlungen von Marienkäfern. Sie sind auf der Suche nach einem geeigneten Platz zur Überwinterung.
Marienkäfer werden etwa ein Jahr alt und überstehen dabei einen Winter in einer Art Winterruhe an einem geschützten Platz, wie Laubhaufen oder Mauerritzen. Der asiatische Harlekinkäfer wird manchmal noch älter und kann sogar bis zu zwei Winter so überstehen.
Während sich der Siebenpunktmarienkäfer meist allein auf die Suche nach einem Winterquartier macht, versammeln sich seine asiatischen Verwandten in Gruppen. Diese Gruppen können riesig sein, sodass es den Eindruck einer Marienkäferplage macht.
Je nach Temperatur sind die Käfer aktiv oder schon auffällig ruhig. Sie rein zu nehmen, ist keine gute Idee. Sie würden den Winter in der Wohnung nicht überleben, weil ihre Aktivität durch die Umgebungswärme steigt und so der Energieverbrauch zu hoch ist. Sie bräuchten in diesem Fall Blattläuse zum Fressen.
Marienkäfer benötigen draußen keine Hilfe. Sie suchen sich ihr Winterquartier selbst. Wer aber einen oder mehrere Käfer aus der Wohnung ins Freie setzt, sollte sie an einem geschützten Ort ansetzen.
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