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Feb. 28, 2016 Manuela Vogt Nagetiere 0
Maden bei Kaninchen sind gar nicht so selten, wenn diese draußen gehalten werden. Aus ihnen werden einmal Fliegen, doch zuvor richten sie großen Schaden an und können sogar zum Tod der Kaninchen führen.
Fliegen mögen alles, was stinkt. Sie werden durch Dreck, Kot, Urin, Müll und Verwesungsgeruch angelockt. Sie spüren sofort, wenn ein Tier krank ist und haben eine Vorliebe für ältere und bereits geschwächte Kaninchen.
Sie legen überall dort sehr viele Eier, aus denen manchmal schon nach wenigen Stunden Maden schlüpfen, die wie kleine, weiße Würmer aussehen.
Meistens sind es die bekannten Schmeißfliegen, manchmal auch die sogenannten Goldfliegen. Bei Kaninchen legen sie ihre Eier bevorzugt in die Afterregion oder in evtl. vorhandene Verletzungen.
Sind die Maden erst einmal geschlüpft, machen sie sich auf die Suche nach Unterschlupf und Nahrung. Sie kriechen gezielt in Körperöffnungen wie Ohren, Augen, Nase, Maul, After oder offene Wunden. Sie beginnen zu fressen und dringen dabei immer tiefer in das Kaninchen, sodass dieses regelrecht von innen aufgefressen wird.
Hygiene ist die wichtigste Maßnahme, um Maden bei Kaninchen vorzubeugen. Verschmutze Ecken im Gehege müssen so oft wie möglich gereinigt werden. Es ist sinnvoll, seine Kaninchen an Katzentoiletten zu gewöhnen, denn diese können einfach täglich geleert und ausgewaschen werden.
Mülltonnen, Kompost- oder Misthaufen sollten nicht in der Nähe der Kaninchen stehen, denn diese locken zusätzlich Fliegen an. Ein Fliegengitter kann helfen, die Plagegeister fernzuhalten. Außerdem sollten die Kaninchen möglichst täglich kontrolliert werden. In den warmen Sommermonaten sollten die Kaninchen hierfür auf hochgenommen und dabei die Afterregion kontrolliert werden. Langhaarige Kaninchen sollten am Hinterteil etwas gestutzt werden, damit kein Kot im Fell hängen bleibt.
Sind Eier auf einem Kaninchen gelegt worden, sind diese schnellstmöglich zu entfernen. Sind bereits Maden geschlüpft, müssen auch die einzeln abgesammelt werden. Zwar ist der Einsatz von Insektensprays wie Ardap möglich, doch bei der Anwendung ist große Vorsicht geboten, dass es darf nicht in Körperöffnungen und erst recht nicht in Wunden gelangen. Außerdem ist es möglich, Wunden mit Bataisodana zu spülen, in der Hoffnung, die Maden wieder ans Tageslicht zu befördern. Eine Schwierigkeit liegt aber unter anderem bei den mehreren Hautschichten, zwischen die sich die Maden verstecken können. Besteht der Verdacht, dass diese schon in Körperöffnungen des Kaninchens eingedrungen sind, sollte zügig ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser kann durch das Spritzen eines Medikaments das Absterben der Maden herbeiführen, sodass diese keinen weiteren Schaden verursachen können.
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