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Jan. 28, 2015 Manuela Vogt Terraristik 0
Landschildkröten gehören als Reptilien zu den wechselwarmen Tieren. Im Sommer genießen sie die Sonnenstrahlen. Im Winter jedoch fallen sie in die Winterstarre, denn anders würden sie den Winter draußen in der Natur nicht überleben. Auch als Heimtier sollten Landschildkröten überwintern dürfen.
Reptilien aus gemäßigten Zonen, in denen es deutliche Unterschiede zwischen Sommer und Winter gibt, fallen in die sogenannte Winterstarre. Anderenfalls würden sie sterben, denn ihr Körper ist nicht in der Lage, seine Temperatur selbst konstant aufrechtzuerhalten.
Wenn Landschildkröten überwintern, bewegen sie sich kaum, atmen nur wenig und haben insgesamt einen stark verlangsamten Stoffwechsel. Das spart Energie, denn gefressen und getrunken wird während dieser Zeit nicht.
Bei ausgewachsenen Landschildkröten dauert die Winterstarre in der Regel von Oktober bis März. Jungtieren reichen ein bis zwei Monate.
Doch nicht alle Landschildkröten benötigen diese Winterstarre. Wichtig ist, sich über die Herkunft der Schildkrötenart zu informieren. Tropische Tiere kennen keinen Winter.
Im späten Herbst werden viele Landschildkröten schon von sich aus ruhiger. Sie fressen weniger und zeigen so, dass sie bereit für die Winterstarre sind.
Ist dies nicht der Fall, muss nachgeholfen werden. Hierfür wird jeden Tag sowohl die Dauer der Beleuchtung als auch die Temperatur in kleinen Schritten verringert. So wird der natürliche Jahresverlauf mit den kürzer und kälter werdenden Herbsttagen imitiert, der in Wohnungshaltung sonst wegfällt.
Vor der Winterstarre sollte jede Schildkröte noch einmal vom Tierarzt angesehen werden. Eine Kotprobe wird auf Wurmbefall untersucht, denn um die Winterstarre gesund zu überstehen, sollten die Tiere möglichst wurmfrei sein.
Wenn die Landschildkröte kaum mehr frisst, wird sie noch einmal lauwarm gebadet. Hierbei leert sich ihr Darm und während der Überwinterung kann kein Darminhalt vor sich hin gären.
Für das Überwintern wird ein konstant 4-6°C kalter Raum benötigt. Wer diesen nicht hat, gönnt sich am besten einen Kühlschrank für die Schildkröte, denn hier gibt es keine Temperaturschwankungen.
Die Schildkröte wird in einen ausreichend hohen Behälter gelegt, der mit Laub und Erde gefüllt ist und mit diesem in den Kühlschrank gestellt.
Im Kühlschrank sollte sich ein Thermometer befinden, so dass die Temperatur immer mal wieder kontrolliert werden kann.
Je kleiner der Kühlschrank, umso häufiger sollte die Tür kurz geöffnet werden, damit ein Luftwechsel stattfindet und die Tiere genügend Sauerstoff haben. Dabei muss aber ruhig vorgegangen werden und zuvor das Licht im Kühlschrank ausgebaut sein.
Nähert sich der Frühling, wachen viele Landschildkröten von allein auf. Dann sollten sie wieder lauwarm gebadet werden. Dabei wird der Stoffwechsel angeregt und die Tiere nutzen das Bad, um zu trinken.
Viele Reptilienhalter haben Angst davor, Ihre Tiere zu überwintern. Doch diese Angst ist bei gesunden Tieren unbegründet. Dass sie während der Starre sterben, kommt selten vor.
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