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Dez. 07, 2013 Redaktion Hunde 0
Haustiere können so ziemlich jede Krankheit bekommen, von der auch wir Menschen bedroht sind. Beginnt ein Hund zu husten, magert ab und zeigt ein glanzloses Fell, dann könnte der sogar TBC haben …
Tatsächlich macht auch bei unseren Hunden die Tuberkulose (oftmals TB oder TBC abgekürzt) ihrem Trivialnamen – Schwindsucht -, „alle Ehre“: Die Tiere magern ab, ermüden rasch und zeigen keinen Appetit mehr … ein Leiden, das sie meist von uns Menschen „geerbt“ haben: „Bei Tuberkulose des Hundes ist die Hausgemeinschaft auf Tuberkulose zu untersuchen, weil die Infektion des Hundes heute meist durch erkrankte Menschen erfolgt“, erklärten Anita und Wolfgang Schneider bereits in den 1980 er Jahren in dem Kosmos-Fachbuch „Hundekrankheiten“.
Wobei natürlich auch die Fortschritte bei der Tiermedizin rasant zunehmen. Was dazu führt, dass manche Kleintierpraxis oder gar Tierklinik heute einem modernen OP-Trakt gleicht. Ja, heute würden auch die Veterinärmediziner erkrankte Kleintiere zunehmend mit Methoden aus der Humanmedizin kurieren, zitiert die Frankfurter Neue Presse Professor Stephan Neumann von der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin. Selbst nach einer Chemotherapie bei Krebs könnten Tiere daher heute noch relativ alt werden.
Tatsächlich ist Krebs bei Hunden und Katzen heute weit verbreitet. Was vermutlich zum einen mit der zunehmenden Lebenserwartung, aber auch mit den Lebensumständen unserer Haustiere zu tun hat. Schließlich weist schon das Deutsche Krebsforschungszentrum darauf hin (http://www.krebsinformationsdienst.de/grundlagen/krebsstatistiken.php), dass viele Krebsarten im Alter gehäuft auftreten und bei jungen Menschen sehr selten oder gar nicht bekannt sind.
Zudem gibt es typische Krebsarten, zum Beispiel den Lungenkrebs (http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/risikofaktoren.php), die durch ungesunde Gewohnheiten und Lebensumstände wie Rauchen ausgelöst werden. Was das mit unsren Haustieren zu tun hat? Nun, wir wissen heute, dass Hunde und Katzen, die in Haushalten leben (müssen), in denen geraucht wird, besonders häufig an Tumoren im Mund und Rachenraum erkranken!
Wir müssen also einsehen, dass „Passivrauchen“ auch unseren Haustieren alles andere als gut tut. Tatsächlich nämlich entwickelt einer von vier Hunden im Laufe seines Lebens einen Tumor, erklärt dogs-magazin.de und bestätigt damit, dass Krebs heute einer der häufigsten Todesursachen bei unseren Vierbeinern ausmacht: „Jeder zweite Hund über 10 stirbt daran!“
Tatsächlich mahnt (http://www.aktiontier.org/index.php?m=2&id=1009&year=2013&UID=0b4f40a549c4bc2e3b4f34a378d5e88d) auch die „Aktion Tier“ im Zusammenhang mit Tumoren zu erhöhter Vorsicht. Ganz einfach, weil das Leiden oftmals scheinbar harmlos anfängt.
Denn da ist zunächst nichts weiter als ein kleiner Knubbel, den Frauchen oder Herrchen beim Kuscheln entdeckt hat: In den nächsten Tagen tastet der fürsorgliche Tierhalter diese Zubildung dann immer mal wieder ab und fragt sich, was die Veränderung wohl zu bedeuteten hat, erklärt aktiontier.org das typische Verhalten und die Fragen der besorgten Halter.
Doch das lässt sich auf den ersten Blick so kaum sagen, bedauert Dr. Tina Hölscher und hält die ganze Bandbreite, von harmlos bis brandgefährlich, für möglich: „In jedem Fall sollte ein Tierarzt die Knotenbildung beurteilen!“
Denn Tastbefund, äußeres Erscheinungsbild, aber auch Wachstumsgeschwindigkeit, Lokalisation und Tierrasse könnten dem Fachmann bereits wertvolle Anhaltspunkte liefern. Und nur der Arzt oder die Ärztin können entscheiden, ob die Halter noch abwarten können oder die Zeit zum Handeln da ist: „Sprechen ein oder mehrere Kriterien für ein eher ernstes Krankheitsgeschehen, empfiehlt es sich, eine Gewebeprobe oder gleich den Knoten im Ganzen zu entnehmen!“
Denn erst eine so genannte histologische Untersuchung, also eine Überprüfung der Zellen unter dem Mikroskop, lasse eine sichere Beurteilung des entnommenen Gewebes zu, erklärt Hölscher: „Hält der Tierarzt den Befund der Histologie in der Hand, gibt es keine zwei Meinungen mehr“, begründet die Veterinärin die Sinnhaftigkeit der Vorgehensweise. Denn nun kann zweifelsfrei Gutes von Bösem abgegrenzt und entsprechend vorgegangen werden.
Und, wie gesagt, selbst chemotherapeutische Maßnahmen sind bei unseren Haustieren heute durchaus möglich!
Copyright by: Peter Hoffmann
Foto: Peter Hoffmann
Zum Foto:
Mit zunehmendem Alter sind unsere Hunde nicht nur von allerhand Zipperlein wie Problemen an der Wirbelsäule bedroht, sondern können auch Tumore entwickeln!
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