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Juli 06, 2017 Manuela Vogt Allgemein 3
Die Kohlmeise ist ein häufiger Gast in Gärten und an winterlichen Futterstellen.
Mit ihren bis zu 15 cm Körperlänge ist die Kohlmeise die größte unter den Meisen. Das schwarz-gelbe Gefieder und die strahlend weißen Wangenflecken machen sie unverwechselbar. Frühere Namen, die inzwischen nicht mehr gebräuchlich sind, waren Schwarzmeise und Brandmeise.
Mit etwas Übung lassen sich Männchen und Weibchen anhand der Breite des Bruststreifens unterscheiden. Weibchen sind außerdem weniger kräftig gefärbt.
Die Kohlmeise gehört zu den häufigsten Vögeln und ist die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Meisenart. Auch in Südeuropa bis nach Ostasien gibt es sie. Je nach Vorkommen wird in unterschiedliche Unterarten unterteilt.
Kohlmeisen sind Standvögel und Teilzieher. Sie bleiben meist in der Nähe ihrer Brutplätze oder ziehen nur wenige Kilometer weiter.
Vor allem in alten Laub- und Mischwälder sind die kleinen Vögel beheimatet, denn dort ist das Angebot reich an Nisthöhlen. Sie scheuen aber keine Menschen und verbreiten sich immer mehr in menschlichen Siedlungen. Im Gegensatz zu ihren Meisenverwandten sind sie sehr flexibel, leben und brüten in Wälder, Hecken, Parks und Gärten.
Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Insekten wie Raupen, Spinnen, Käfer, Insektenlarven und -eier. Nicht nur im Winter verzehren sie auch Sämereien und nehmen dankbar das vom Menschen angebotene Vogelfutter an. Mit ihren kräftigen Schnäbeln können sie auch härtere Schalen aufpicken.
Bei sehr niedrigen, winterlichen Temperaturen übernachten Kohlmeisen gern in verlassenen Nistkästen und können ihre Körpertemperatur herabsetzen, um Energie zu sparen.
Kohlmeisen sind meist allein unterwegs. Im späten Winter tun sie sich dann mit einem Partner zusammen, der nicht selten über mehrere Jahre der gleiche ist. Die Vögel sind vor allem in der Paarungszeit etwas zänkisch.
Ab März beginnt die Brutzeit. Höhlen wie Nistkästen und Baumhöhlen werden bevorzugt. Doch kommt es auch vor, dass andere Nischen genutzt werden.
Sechs bis zwölf Eier werden 10 bis 17 Tage gebrütet. Die Nestlingszeit dauert bis zu drei Wochen. In den ersten Tagen sitzt das Weibchen ununterbrochen auf den Eiern. Danach bringen beide Elternteile das Futter herbei.
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