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Okt. 03, 2013 Redaktion Aquaristik, Fische 0
Im Gegensatz zu vielen anderen Karpfenartigen, die schon mal die zarten Pflanzenspitzen anknabbern, wird die Keilfleckbarbe auch zarten und gefiederten Aquariengewächsen keinerlei Schaden zufügen und kann daher selbst in ein holländisches Pflanzenaquarium gesetzt werden …
Denn hier, wo Wasserkelche und Tausenblattarten regelrechte „Pflanzenstraßen“ bilden, wo der Javafarn über Wurzeln aus Moorkienholz klettert und Mooskugeln einen ungewöhnlichen Blickfang bilden, können natürlich weder grabende noch allzu vegetarisch fixierte Fischarten gebraucht werden.
Doch die kleinen Keilfleckbarben wissen sich auch in Holländischen Pflanzenaquarien (wie im Übrigen auch der Neon) durchaus zu benehmen, so dass ihre dichten Schwärme mit den Pflanzen (die bei diesem Aquarientyp eindeutig im Vordergrund stehen) ein beeindruckendes Gesamtbild abgeben.
Ebenso könnten Keilfleckbarben jedoch in ein Südostasienbecken gesetzt werden. Hans Frey, der die „Aqauarienpraxis kurz gefaßt“ hat, plädierte bereits in den 1970 er Jahren für ein solches Themenbecken mit kleineren Bärblingen. Hier sollten dann Wasserkelche und der Indische Wasserstern wuchern und Keilfleckbarben zusammen mit Zwerg- und Schwanzfleckbärblingen durch die Dekoration huschen.
Als Bodenbewohner für diese kleinen und dennoch anspruchsvollen Aquarien empfahl Frey dann Dornaugen (die seinerzeit sehr beliebt und stets im Handel zu haben waren): „Sie können den Charakter eines tropischen Grabens mit dunklem Untergrund tragen“, beschrieb der Autor die Einrichtung und empfahl ein eher schummriges Licht, das teilweise durch Schwimmpflanzen gedämpft wird.
Und in der Tat würden sich ein paar vereinzelte Keilfleckbarben in einem allzu großen Becken verlieren. Daher bestätigte auch Dr. Ulrich Baensch`s „Kleine Zierfischkunde“ (ein weiterer, im Tetra Verlag erschienener Klassiker der Aquarienliteratur), dass Aquarien mit 50 oder 60 Zentimetern Kantenlänge für die kleinen Keilfleckbarben durchaus ausreichen.
Hier wird für den „besonders schönen, sehr beliebten Schwarmfisch der mittleren Wasserregion“ (der notfalls auch mal paarweise zur Geltung komme) ein weiches, torfgefiltertes Wasser mit Temperaturen um die 26 Grad empfohlen. Seinerzeit galt die Zucht noch als schwierig, während die Fischbestände der Händler heute zum Teil auch durch Hobbyzüchter aufgestockt werden.
Hier finden die nur knapp 4 Zentimeter langen Fischlein meist regen Absatz, da Rasbora heteromorpha nach wie vor sehr beliebt ist. Nur sollten wir der Keilfleckbarbe ihre „Kollegen“ und einen Schwarm gönnen, so dass am besten (bei den moderaten Preisen kein Problem) von Anfang an ein Schwarm mit 8 bis 10 Tieren angeschafft wird.
Die Fütterung ist weitgehend problemlos, da auch Flockenfutter willig angenommen wird. Spätestens bei einer Fütterung mit Mückenlarven werden die sonst so friedfertigen Schwarmfische freilich außer Rand und Band geraten und dem Halter ihr ganzes Temperament zeigen!
Copyright by: Peter Hoffmann
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