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Juli 09, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 0
Beim Insektenhotel bauen kann viel falsch gemacht werden. Ganz häufig wird das Hotel für die kleinen Nützlinge später nicht bezogen.
Insektenhotels sollten immer vollsonnig stehen. Ob sie nun hängen, auf Ständern oder direkt auf dem Biden stehen, ist egal, solange die Sonne dorthin gelangt. Ein Witterungsschutz ist wichtig, ein kleines, leicht überragendes Dach durchaus sinnvoll. Die Natur allerdings besteht aus Fressen und Gefressen-werden. Insektenhotelbauer müssen damit rechnen, dass früher oder später ein Vogel merkt, dass er dort auf einfachem Wege zu Nahrung kommt. Wer nicht möchte, dass seine Insektenhotel auseinander genommen wird, kann mit einem Drahtgefecht für Schutz sorgen.
Wer sein Insektenhotel im Handel kauft, bekommt fast immer eines mit einem Fach, gefüllt mit Tannenzapfen, meist Kiefernzapfen. Auch Heu und Stroh wird gern als billiges Füllmaterial genutzt. Den Insekten bringt es nichts, denn keine Art kommt auf die Idee, dort drin zu nisten oder zu überwintern.
Es ist der verbreiteste Fehler beim Insektenhotel-Bau: Die Bohrung mit der Holzfaser direkt in die Schnittfläche, ins sogenannte Stirnholz. Das soll Wildbienen einen Brutplatz bieten. Bei einer solchen Bohrung werden aber Holzfasern verletzt, die sich bei Feuchtigkeit ausdehnen, bei Trockenheit wieder zusammenziehen und so dafür sorgen, dass das Bohrloch unsauber ist, es zu Rissbildungen kommt, von Insekten nicht angenommen wird oder für Verletzungen der Tiere sorgt. Wer Wildbienen etwas Gutes tun will, nimmt Baumstämme sowie Äste und bohrt durch die Rinde quer zum Holzfaserverlauf. Auch unbehandelte Balken aus dem Baumarkt sind geeignet und werden genauso rechtwinklig zum Holzfaserverlauf gebohrt.
Frei hängende Bündel mit Strohhalmen, Bambus- oder Schilfröhren sehen zwar aus wie Insektenhilfen, sind aber keine. Eine Seite der Röhre muss immer verschlossen sein, um als Wildbienenhotel zu dienen, denn Bienen brauchen es dunkel. Sie krabbeln vorwärts hinein und rückwärts hinaus. Mit Ton oder Gips lassen sich diese Röhren und Halme leicht verschließen. Die Einflugsöffnung muss besonders sauber gesägt werden, denn schon kleine querstehende Splitter verletzen die empfindlichen Flügel.
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