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Jan. 03, 2016 Manuela Vogt Wildtiere 0
Wer eine Igelbehausung bauen möchte, hilft damit den Igeln, die in unserer aufgeräumten Natur nur schwer Unterschlupf finden.
Dafür ist es nicht einmal nötig, ein teures Igelhaus zu kaufen. Das Selberbauen ist leichter als gedacht.
Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen zum Bauen von Igelbehausungen. Bei der Igelschutzorganisation Pro Igel sind neben Bauanleitungen auch zusätzliche Tipps zur Ersten Hilfe, Fütterung und Pflege zu finden und können kostenlos herunter geladen werden.
Einige dieser Igelhäuser verfügen über einen Vorraum, der zum einen vor Wind schützt, aber auch potenzielle Feinde abschrecken soll. Es ist sinnvoll, diesen mit einzubauen, aber nicht zwingend notwendig.
Auf eine Türklappe, die Ratten und Wind draußen halten soll, sollte besser verzichtet werden. Diese können auch für Igel zur tödlichen Falle werden.
Ziegelsteine, aber auch Bruchsteine oder Riemchen können ganz einfach zu einer Igelbehausung gestapelt werden. Wichtig ist, dass das Endergebnis stabil steht und nicht in sich zusammen fallen kann. Als Dach dient zum Beispiel eine Gehwegplatte. Je nach verwendeten Steinen, sind diese Igelhäuser optisch sehr schön und passen in jeden Garten.
Die einfachste Art, Igeln Unterschlupf zu bieten, ist das Liegenlassen von Laub und Reisig. Wer es den kleinen Wildtieren noch einfacher machen möchte, häuft etwas Laub an und stabilisiert es mit Zweigen und Ästen, sodass die Blätter bei starkem Wind nicht wegfliegen. Eine zusätzliche Plane dazwischen schützt vor Regen, sollte aber den Laubhaufen nicht vollständig umschließen, damit genug Luftaustausch stattfindet.
In Kellern und Schuppen lagern meist zahlreiche Gegenstände, die sich zur Igelbehausung umfunktionieren lassen. Große, quergelegte Blumentöpfe aus Ton oder umgedrehte Körbe und Obst- wie auch Weinkisten, in die ein ausreichend großes Loch als Igeleingang geschnitten wird, eignen sich bestens als Igelheim. Gepolstert mit Laub und Stroh werden sie gern von Igeln aufgesucht. Sie sollten immer etwas geschützt unter Büschen oder Hecken stehen. Ein Schutz vor Regen erhält man mit einem Stück Plane oder Müllsack, das über das Dach gezogen wird. Zusätzlich kann es von außen mit Ästen und Grassoden stabilisiert werden.
Plastik eignet sich nicht als Igelbehausung. Es ist zwar wasserdicht, aber auch luftundurchlässig, sodass sich Luft und Feuchtigkeit stauen.
Als Notbehelf, wenn auch nicht besonders schön anzusehen, eignet sich eine Styroporkiste als Igelhaus. Styroporkisten werden sehr gern für freilebende Katzen verwendet, für die ein Eingangsloch hinein geschnitten und die Box mit Stroh gepolstert wird. Genauso ist es auch für Igel möglich. Der Vorteil des Styropors liegt in seiner isolierenden Eigenschaft.
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