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Mai 01, 2016 Manuela Vogt Hunde 0
Ihr Hund kann nicht koten und hockt vergeblich, um Kot abzusetzen? Vielleicht haben Sie Glück und es ist nur eine leichte Verstopfung. Manchmal steckt aber auch ein ernster Notfall dahinter.
Eine Verstopfung entsteht, wenn sich Kot im Darm des Hundes staut. Dieser verdickt sich und ein Kotabsatz ist nur unter Mühe möglich.
Manchmal ist das Futter schuld und es reicht viel Bewegung und die Gabe von etwas Öl wie Paraffinöl aus der Apotheke. Vor allem bei der Knochenfütterung ist Vorsicht geboten, denn zu viel Knochen verursacht steinharten Knochenkot.
Es kann aber auch etwas ganz Ernstes sein wie ein Fremdkörper. Es gibt immer wieder Hunde, die Fremdkörper verschlucken wie Stöcke oder abgerissene Stücke ihrer Decke. Halter solcher Hunde haben immer Sauerkraut im Haus, denn dieses bindet sich – sofern sofort gegeben – um den Fremdkörper und transportiert diesen mit nach draußen. Doch die Gefahr dass ein Fremdkörper stecken bleibt, ist sehr groß. Besteht also der Verdacht, der Hund kann nicht koten, weil er etwas Unverdauliches verschluckt hat, muss schnell reagiert werden.
Ein Darmverschluss ist ein Notfall und gehört sofort in tierärztliche Behandlung. Am häufigsten tritt er auf, nachdem der Hund etwas gefressen hat, das er nicht verdauen kann, z.B. ein Spielzeug. Selbst kleine Spielzeuge stellen eine Gefahr dar. Auch wenn der Hund groß ist, kann ein kleiner Ball oder die Spielmaus der Katze lebensgefährlich werden.
Darmverschlüsse beginnen mit den Anzeichen einer Verstopfung. Es folgen Versuche des Hundes, den Fremdkörper zu erbrechen. Meistens muss operiert werden und es zählt jede Minute. Je nach Ursache muss unter Umständen sogar ein Teil des Darms entfernt werden – eine sehr aufwendige Operation, nach der der Hund eine intensive Nachsorge benötigt.
Die Prostata eines Rüden bildet einen Teil seiner Samenflüssigkeit. Es kann passieren, dass sich diese aus hormonellen Gründen vergrößert und so auf den Darm drückt. Der Darm wird zusammengedrückt, sodass der Kot ihn nur noch eingeschränkt passieren kann. Das führt beim Hund zu Problemen beim Kotabsatz. Der Hund kann nicht koten oder der Hundekot hat nur einen sehr geringen Umfang, auch Bleistiftkot genannt.
In der Regel wird die vergrößerte Prostata hormonell behandelt – mit Hormongaben oder einer Kastration.
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