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Jan. 16, 2018 Redaktion Allgemein, Tierbedarf, Tierschutz, Voraussetzungen, Wildtiere 0
Schon von unseren Kindeszeiten an wurde uns von unseren Eltern nahegelegt, wie wichtig für uns das Frühstück ist. Wir schöpfen durch dieses täglich Kraft für unseren bevorstehenden Tagesablauf. Eine Vielzahl von Menschen genießen zu dieser Mahlzeit Honig, welchen sie beispielsweise auf Brot oder auch in selbst angerührten Jogurt zu sich nehmen. Da dieser natürliche Energielieferant zu ca. 70 Prozent aus Frucht- und Traubenzucker (i.d.F. Einfachzucker) besteht, muss er nicht erst im Körper gespalten werden und gibt somit dessen Energie sofort ins Blut frei. Dadurch ist er zugleich leichter zu verstoffwechseln als herkömmliche Zucker. Außerdem ist diese Süßspeise kalorienärmer als z.B. Haushaltszucker.
Honig gibt es in den unterschiedlichsten Variationen im Handel zu kaufen (z.B. Bienenhonig). Manch einer bezieht diesen auch direkt vom Imker.
Aber warum eigentlich nicht selbst den Honig herstellen?
Da es in Deutschland rechtlich keine Beschränkungen für die Haltung von Bienen existieren, gibt es bereits einige Personen (Anzahl steigend), die sich für die Honigherstellung zwei oder mehrere Bienenvölker zugelegt haben. Diese sind bei anerkannten Züchtern oder einem Imker erhältlich. Fünf Völker mit der dazugehörigen Ausrüstung kosten ca. 1900,-€. Zur Ausrüstung gehören die Bienenwohnungen (Magazine und sogenannte Rähmchen), Arbeitsgeräte und Schutzkleidung. Billiger wird der Einstieg als Mitglied eines Imkervereins, in dem man sich Bienen und Geräte mit anderen teilt.
Jahresbeitrag: etwa 40,-€.
Laufende Kosten (z. B. für Gläser und Etiketten) können in der Regel mit dem Verkauf des Honigs gedeckt werden.
Imkern kann man z.B. ganz einfach im eigenen Garten. Sollte einem keiner zur Verfügung stehen, kann dies alternativ auch auf dem Balkon und auf einem Hausdach vollzogen werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, den Bienen einen ruhigen, sonnigen, windgeschützten sowie trockenen Platz zu bieten. Ratsam ist, dass der Stellplatz der Bienen mindestens 5 Meter vom Nachbargrundstück entfernt sein und das Ihre Nachbarn über Ihr tierisches Vorhaben in Kenntnis gesetzt werden sollte. Dabei sollte die Startbahn und Einflugschneise nicht direkt über fremde Grundstücke führen. Hierzu können hohe Sträucher oder ein Zaun dienen. Das zwingt die Bienen, flink an Höhe zu gewinnen.
Wer der Meinung ist, dass alles Unmengen von Zeit kostet, der irrt sich, denn für die notwendigen Tätigkeiten reichen 6 Stunden pro Jahr und Bienenvolk vollkommen aus. Manche Bienen-Fans spenden ihren Tieren freiwillig und zu liebst mehr Zeit.
Wenn die Honigzellen mit Wachsdeckeln verschlossen sind, ist der Honig reif. Nun können die Waben aus dem Stock genommen werden, um die Zelldeckel abzuheben und den Honig mit Hilfe von Zentrifugen herauszuschleudern. Im Anschluss wird er gesiebt und abgefüllt.
In einem normalen Jahr kann man ein bis zwei Ernten einbringen. Dies entspricht ungefähr 15 bis 40 kg Honig pro Volk. Den können sie dann gern an ihre Familie, Freunde verteilen ggf. verkaufen oder/und selbst verspeisen.
Im Winter ziehen sich die Bienen im Bienenhaus zu einer Kugel zusammen. Dabei vibrieren die äußeren mit ihren Muskeln und erzeugen damit eine Wärme von ca. 25 Grad Celsius. Da sie in den Wintermonaten kaum Brutpflege betreiben, sinkt die Zahl pro Volk von circa 60.000 Tieren auf 30.000.
19 offizielle Imker-Landesverbände, die bienenwissenschaftlichen Institute sowie viele Ortsvereine bieten Schulungen an. Schnupperkurse kosten rund 40,-€, Einsteigerkurse zwischen 70,-€ und 125,-€. Anfänger bekommen in Vereinen sogenannte Bienenpaten, erfahrene Imker, die sie beraten.
Kleiner Tipp: Honig kann nicht schlecht werden. Er kann nur ungenießbar werden, wenn z.B. Brotkrumen oder andere vererbbare Lebensmittel hineinfallen.
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