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Aug. 07, 2013 Redaktion Allgemein 0
Alljährlich warnen Tierschützer und Polizei davor, unser Fahrzeug samt Bello, vermeintlich im Schatten und „nur“ für ein paar Minuten, zu parken. Denn die Sonne wandert schnell, und auch ohne direkte Einstrahlung kann sich das Auto, bei der derzeitigen Witterung, rasch auf 60 Grad und mehr aufheizen …
Selbst der Focus berichtete (http://www.focus.de/auto/news/hunde-im-auto-bellos-gefaehrliche-hitzefalle_aid_1054505.html) von dieser gefährlichen Hitzefalle. Eine Falle, die immer wieder Polizei- und Feuerwehreinsätze auslöst und nicht selten auch zum Tod des Tieres führt: „Lassen Sie Ihren Hund nicht in der Hitze brüten“, ermahnt (http://www.peta.de/web/lassen_sie_ihren.594.html) daher auch die Tierschutzorganisation PETA Deutschland alle Halter. Hunde könnten nämlich schnell einen Hitzschlag erleiden, der Hirnschäden oder, schlimmstenfalls, gar den Tod nach sich ziehen kann.
Das gilt auch beim Toben und Spielen, wo das Tier, bei den derzeitigen Temperaturen, rasch an seine Belastungsgrenzen gelangt. Laufen neben dem Fahrrad sollte momentan, zumal für kurznasige Rassen und Tiere mit langem Fell, daher völlig tabu sein.
Typische Symptome für einen Hitzschlag sind Hecheln und ein zu schneller Herzschlag; die Körpertemperatur kann bis auf 42 Grad ansteigen. Womöglich kommen Krämpfe und eine Bewusstlosigkeit dazu. Der Patient sollte dann als Erstes an einen kühlen Ort, in den Keller oder zumindest in den Schatten, verbracht werden. Abreiben mit kühlen, nassen Tüchern, beginnend bei den Extremitäten, wird Bello (hoffentlich) wieder beleben und uns so lange Zeit verschaffen, bis ein Tierarzt eingreift.
Um derartige Zwischenfälle zu vermeiden, warnt peta.de ausdrücklich davor, den Hund samt Fahrzeug zu parken. Denn: An einem Tag mit nur 25 Grad Außentemperatur betrage die Temperatur in einem schattigen Auto bereits 32 Grad, während ein Auto, das in der Sonne steht, nach wenigen Minuten auf bis zu 70 Grad Innentemperatur aufgeheizt werde.
„Transportieren Sie Ihren Hund auch nicht auf der Ladefläche eines Pickup-Trucks. Das ist immer gefährlich, aber die Hitze birgt noch zusätzlich die Gefahr, dass der Hund sich die Pfoten auf dem heißen Metall verbrennen könnte“, mahnen die Tierschützer. Schatten, Wasser und vielleicht gar ein Planschbecken, so laute nun die Devise.
Darüber würden nun auch unsere wildlebenden Vögel sicherlich sehr erfreut sein. Tatsächlich nämlich sind derzeit nicht nur unsere Wälder ausgedörrt. Auch im Stadtbereich müssten die Vögel nun weite Strecken zurücklegen, um überhaupt noch an Trinkmöglichkeiten zu gelangen, erklärt die Aktion Tier: „Da kann selbst eine kleine Wasserschale auf dem Balkon für unsere gefiederten Freunde hilfreich sein“, weiß (http://www.aktiontier.org/index.php?m=2&id=994&year=2013&UID=ee5bc60008ceb1d685f8f5ee76aeef22) Ingeborg Polaschek.
Bei der Wahl der Gefäße sollte man dann auch die Hygiene im Blick haben. Will meinen: Nicht alles, was toll aussieht, lässt sich auch gut reinigen: „Sandsteinschalen, deren Böden mit schönen Motiven verziert sind, wirken zwar dekorativ, aber die Reinigung ist nicht einfach, denn schnell setzen sich Algen und Schmutzteile in den Rillen fest“, erklärt die Aktion Tier, die auch in Gefäßen mit steilen, hohen Wänden ein Problem sieht. Denn dann kann die vermeintliche „Badewanne“ und Tränke schnell zu einer tödlichen Falle mutieren.
Mehr als einige Zentimeter sollte der Wasserstand ohnehin nicht betragen. Denn mit tropfnassem Gefieder können die Vögel weniger wendig fliegen, erklären die Tierschützer, dass viel nicht immer gut ist … zu viel wird die Wärme derzeit auch vielen Kaninchen, die, als ehemalige Höhlenbewohner, ohnehin eher auf Schatten und moderate Temperaturen „abonniert“ sind. Spätestens ab 30 Grad droht den Tieren ein Hitzschlag, wie unlängst auch auf VOX bei „hundkatzemaus“ thematisiert wurde.
Freigehege sollten daher schattig und gut durchlüftet sein, und auch Gehege und Käfige in der Wohnung dürfen natürlich niemals der prallen Sonneinstrahlung ausgesetzt werden. Ggf. wir man bei langhaarigen Rassen nun das Fell einkürzen. Das gilt im Übrigen auch für unsere Hunde. So raten nicht wenige Tierärzte, dass nun zum Beispiel dem Border Collie (der an sich nicht zu jenen Rassen gehört, die geschoren werden) sein prachtvolles Fell ein wenig gekürzt wird!
Um den Mümmelmännern zu helfen, kann ggf. ebenfalls mit nassen Tüchern gekühlt werden. Auch Akkus und andere Kühlaggregate, die in ein Tuch gewickelt und dann auf das Kaninchengehege gelegt werden, helfen dabei, die warmen Tage putzmunter zu überstehen.
Ausreichend Trinkwasser ist derzeit für unsere hitzeempfindlichen Kaninchen überlebenswichtig …
… zusätzlich kann und sollte den Mümmelmännern, aber auch Hunden wie dem Border, das lange Fell gekürzt werden!
Copyright by Peter Hoffmann
Fotos: Peter Hoffmann
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