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Nov. 12, 2012 Redaktion Hunde 0
Die häufigsten Erkrankungen der ableitenden Harnwege sind Harn- und Blasensteine. Besonders häufig kommen Harnsteine in der Blase und im Harnleiter (Urethra) vor.
Diese Harnsteine haben mineralisch eine unterschiedliche Zusammensetzung, wonach sich auch der Name richtet.
Es gibt:
– Calciumoxalatsteine,
– Cystinsteine,
– Uratsteine,
– Kalciumcarbonatsteine,
– Magnesiumammoniumphosphatsteine,
– Ammoniumuratsteine
Die Phosphatsteine treten am häufigsten auf. Beim Dalmatiner treten meistens die Uratsteine auf. Die Ursache dafür ist, dass diese Rasse vom Stoffwechsel her die Purine (bestimmte Eiweisse) nicht abbauen kann. Er scheidet diese als Harnsäure aus.
Die Steine können sich festsetzen u.a. in den Nieren und im Harnleiter. Doch meistens treten sie in der Blase oder in der Harnröhre auf. Die Vorstellung beim Tierarzt ist unbedingt notwendig.
Meistens liegt bei Vorhandensein von Blasensteinen auch eine Blasenentzündung (Cystitis) vor. So sind die gleichen Symptome wie bei einer Cystitis vorhanden. Der Hund zeigt vermehrten Harndrang, wobei aber nicht viel Urin abgesetzt wird. Der Urin kann auch Blutbeimengungen aufweisen. Auch ist das Wasserlassen für den Hund sehr schmerzhaft.
Das wichtigste Symptom für Blasensteine ist bei einer Hündin blutiger Urin. Sie zeigt nicht die akuten Symptome wie der Rüde. Das ist dadurch zu erklären, weil die Hündin gegenüber dem Rüden eine kurze und dehnbare Harnröhre besitzt.
So verlegen die Steine beim Rüden die Harnröhre teilweise mitunter sogar vollständig. Dadurch ist die Blase stark gefüllt und auch das ganze Abdomen ist gespannt. Auch schmerzt dem Rüden das Abdomen stark. Es ist sehr wichtig, dass die Verlegung der Harnröhre durch die Steine sehr schnell behoben wird. Es kann sonst zu einer postrenalen Urämie kommen (Nierenversagen mit Harnvergiftung), die zum Tode führen kann.
Die Diagnose ist sehr schnell durch Röntgen und Ultraschalluntersuchung zu stellen.
Die Blasensteine sind nur chirurgisch zu entfernen.
Nach der Entfernung der Steine muss der Hund in Zukunft eine Spezialdiät fressen. Die Diät richtet sich nach der Analyse der Steine. Die Zusammensetzung der Steine gibt dann Aufschluss, welche Diät angebracht ist. Auch sollte auf genügend Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden.
Ausschlaggebend für eine gute Prognose ist der Allgemeinzustand des Hundes und der Nierenfunktionszustand.
So sind nach der Operation Blutkontrolluntersuchungen und eine gezielte Flüssigkeitszufuhr wichtig, die durch Infusionen noch einige Zeit nach der Operation gegeben wird.
Natürlich kann es immer wieder zu Rezidiven kommen. Doch hält man sich an die Diät-Futtervorgaben, dann sieht die Prognose sehr gut aus. Wichtig ist auch, dass regelmäßig Kontrollen, wie Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden.
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