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Mai 27, 2015 Manuela Vogt Nagetiere 0
In der Natur laufen Hamster viele Kilometer pro Nacht. Im Hamsterkäfig ist dies leider kaum möglich. Mit einfachen Mitteln lassen sich aber Hamster beschäftigen, um ihnen dennoch ein artgerechtes und abwechslungsreiches Leben zu bieten.
Laufräder sind umstritten, doch haben die kleinen Hamster damit die Möglichkeit, ein wenig ihres Lauftriebs auszuleben. Um Rückenschäden vorzubeugen ist ein ausreichender Durchmesser wichtig. Für Zwerghamster sind mindesten 25 cm nötig, bei Goldhamstern 30 cm. Holz-Laufräder sind am besten geeignet. Laufräder aus Metall bergen große Verletzungsgefahren. Kunststoff wird gern angenagt.
Den Hamster in einen separaten Auslauf zu setzen, sollte vermieden werden, denn das verursacht Stress. Besser ist es, wenn die Tiere jederzeit die Möglichkeit haben, ihren sicheren Käfig aufzusuchen. Lebt der Hamster in einem ausgedienten Aquarium, kann seine Wohnfläche mit dem Aufsetzen eines passenden Käfigoberteils vergrößert werden. Möglich ist auch, um den Käfig herum einen Hamsterauslauf zu bauen und die Käfigtür des Hamsterheims zeitweise zu öffnen. So kann das Haustier jederzeit selbst entscheiden, ob er seinen Auslauf aufsucht oder lieber im Käfig bleibt.
Auch in der Natur muss der Hamster sein Futter erst suchen. Als Haustier wird ihm dieses dagegen bequem im Futternapf gereicht. Dabei lässt sich das Trockenfutter auch im Käfig verteilen und der Hamster zur Futtersuche animieren.
Handelsübliches Hamsterfutter ist oft eintönig und enthält nicht selten Pellets. Besser geeignet sind aber Mischungen mit kleinen Sämereien. Hirse lässt sich auch gelegentlich als Kolbe füttern, bei der die Hamster die Samen abpflücken müssen.Futter lässt sich auch in Klopapierrollen verstecken oder im Heu verbergen. Frischfutter kann außerdem erhöht aufgehängt werde, sodass sich der Hamster zunächst strecken muss, um daran zu gelangen.
Als Bewohner unterirdischer bauten lieben es Hamster zu wühlen. Neben einer ausreichend hoher Schicht Einstreu können zusätzlich Pappröhren und Kartons mit getrocknetem Laub, Erde, Papierschnipsel oder Ähnlichem angeboten werden.
Mit Hilfe von Styropor können sogar richtige Gänge in das Hamsterheim integriert werden. Inspirationen können auf Internetseiten für Terrarienrückwandgestaltungen für Reptilien gefunden werden. Außerdem existieren schon einige Bauanleitungen für Hamster-Tunnelsysteme.
Leider gibt es im Handel nach wie vor schlechtes Hamsterzubehör. Hamsterbälle, Röhrensysteme aus Kunststoff und ähnliches Spielzeug sind Tierquälerei. Besser ist es, Naturmaterialien zu wählen und immer zu bedenken, dass der Hamster frei entscheiden dürfen sollte, ob er etwas nutzt.
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