Zuletzt aktualisiert September 25th, 2023 9:41 PM
Jan. 07, 2014 Marita Schuster Nagetiere 0
Ein Chinchilla gehört zu den Lieblingsklein- und Haustieren in deutschen Haushalten. Kein Wunder, denn mit ihren Knopfaugen und den großen Ohren sind sie doch sehr niedlich und können sehr zutraulich sein. Ein gut behütetes Chinchilla kann bis zu 15 Jahre alt werden.Wichtig dabei ist eine artgerechte Haltung, gute Ernährung und
natürlich auch eine Gesundheitsvorsorge, denn Chinchillas gelten auch als gesundheitlich sehr empfindlich.
Artgerechte Haltung des Chinchillas
Zu einer artgerechten Haltung gehört zum einen die Unterbringung. Hier gilt je größer der Käfig, desto besser für die Tiere. Dabei sollte der Käfig höher als breiter sein. Ein Nageraquarium ist denkbar ungeeignet, besser wäre eine Vogelvoliere oder ein selbst gebastelter Käfig. Die Gitterabstände sollten 1 – 1,5 cm betragen. Chinchillas sollten nie alleine gehalten werden. Sie sind sehr sozial und brauchen ihre Familie. Die artgerechte Ernährung ist für Chinchillas sehr wichtig. Frisches Obst und Gemüse ist für Chinchillas tabu. Der Verdauungstrakt eines Chinchillas ist sehr empfindlich und verträgt nur trockene Nahrung, alles andere führt zu Verdauungsproblemen.
Ein absolutes NoGo
Ein Chinchilla sollte nie draußen gehalten werden. Bei unseren Wetterbedingungen, die meist aus feuchtem und kaltem Wetter besteht, ist es für ein Chinchilla viel zu gefährlich und kann tödlich sein. Sie müssen absolut trocken gehalten und dürfen auch auf keinen Fall gebadet werden. Das Fell des Chinchillas ist nicht wasserabweisend und saugt sich deshalb mit Feuchtigkeit voll. Die Chinchillas kühlen dann aus und es kommt zu Erkältungen. Die Fellpflege übernehmen die Tiere selbst. Sie brauchen den sogenannten Chinchillasand, in einem Sandbad, nicht nur zur Fellpflege sondern entspannen sich dabei und pflegen soziale Kontakte.
Gesundheitsvorsorge – Auf verändertes Verhalten achten
Bei einem Chinchilla ist es schwer zu erkennen, ob etwas nicht stimmt, deshalb heißt es hier, die Tiere gut zu beobachten. Den Tieren sieht man lange Zeit nicht an, wenn eine Erkrankung vorliegt, denn das Essen und der soziale Kontakt wird weiterhin genauso durchgeführt, als ob nichts wäre. Wenn das Futter nicht mehr interessant ist und die Tiere apathisch sind, ist es meist schon zu spät für eine Rettung. Umso wichtiger ist das Beobachten der Gruppe und der einzelnen Tiere. Ein Indikator ist die Fütterung. Hier sollte man darauf achten, ob alle Tiere wie immer schnell zum Fressnapf eilen, oder ob einer hinterher bleibt. Ist das Fressverhalten wie immer oder hat sich etwas bei einem Chinchilla verändert? Sind die Tiere so lebhaft wie immer, rennen herum und hüpfen? Wie sieht der Kot aus? Wie immer oder hat sich etwas geändert? Diese Dinge sollten jeden Tag gecheckt werden und stellt man bei einem Punkt auch nur eine leichte Veränderung fest, sollte der Gang zum Tierarzt oberste Priorität haben.
Letzte Rettung Tierarzt
Wenn man ein verändertes Verhalten feststellt, ist ein Gang zum Tierarzt unerlässlich. Wenn zum Beispiel die Nase verklebt ist und das Tier niest ständig, könnte eine Infektion vorliegen. Ein nicht fester Kot lässt auf Darmprobleme schließen. Wenn kahle Stellen im Fell festgestellt werden, könnte sich das Tier einen Pilz eingefangen haben. Für alle Fälle gilt: sofort zum Tierarzt gehen, denn es geht um das Leben nicht nur des befallenen Tieres, sondern um die ganze Gruppe, die sich an dem kranken Tier anstecken kann.
Foto: J. Junge / pixelio.de
Sep. 25, 2023 24
Dez. 01, 2022 1.750
Sep. 27, 2021 441
Sep. 06, 2021 103