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Sep. 25, 2013 Redaktion Allgemein, Tierschutz 0
Gefahren in Haus und Hof! – Wie schützen wir unsere Haustiere?
Auch Haustiere können sich an Pilzen vergiften, erklärt die Johanniter Unfall Hilfe: „Wenn beispielsweise ein Hund Anzeichen für eine Vergiftung hat, gelten im Grunde dieselben Regeln wie für Menschen: Ruhe bewahren, Nahrungsreste sammeln, nicht durch irgendwelche Mittel das Erbrechen fördern und vor allem schnellstens einen Arzt aufsuchen!“
Häufiger ist es jedoch so, dass sich Haustiere an Zimmer- und Balkonpflanzen vergiften. Gefürchtet sind zum Beispiel Wolfsmilchgewächse wie der Weihnachtsstern, der vor allem jetzt im Herbst und rund um das große Fest sehr beliebt ist. Doch die Pflanzen enthalten einen milchig weißen Saft (daher der Name), der auch für uns Menschen eine Gefahr darstellt. Denn bereits bei einem Kontakt mit der Haut könn(t)en Reizungen auftreten und sollte man sich gründlich seine Hände waschen.
Nicht umsonst fragt (http://www.bildderfrau.de/haustiere/giftige-zimmerpflanzen-d20267.html) sich auch „Bild der Frau“, wie gefährlich unsere Zimmerpflanzen für Haustiere nun wirklich daher kommen. Denn welche Katze knabbere nicht gelegentlich am Gummibaum und welcher Welpe habe noch kein Efeublatt „genascht“!?
Dass das nicht ohne Gefahr ist, sollte indes jedem Halter klar sein. Denn der ganze Efeu ist giftig: „Falls das Gift in größeren Mengen geschluckt wird, kommt es zu Brechdurchfällen und Krämpfen“, warnt Horst Altmann in seinem BLV Naturführer „Giftpflanzen, Gifttiere“. Und auch der Gummibaum könne, wie „Bild der Frau“ klarstellt, Erbrechen und andere Magen-Darm-Probleme auslösen.
Tatsächlich kommt es auch und gerade auf das Gewächs an, welche Gefahren drohen und wie groß die Gefahr sind. Bei Eltern wie auch Tierhaltern gleichermaßen gefürchtet sind zum Beispiel die Dieffenbachien, die bereits bei Berührung einen giftigen Pflanzensaft „ausschwitzen“. Der führt zu Verätzungen der Schleimhäute, Augenreizungen sowie Schwellungen im Mund und Rachenraum … allerdings sind die Symptome derart heftig und treten so rasch ein, dass kaum einmal größere Pflanzenmengen verschluckt werden!
Im Garten werden dagegen viele Büsche und Bäume, wie Buchsbaum, Goldregen und Eibe, eine Gefahr darstellen. Selbst das Knabbern an den Zweigen kann Vergiftungssymptome hervorrufen, und auch große Tiere, wie Pferde, brechen nach dem Fressen der Zweige oftmals binnen Minuten tot zusammen. Vögel dagegen scheinen manch Giftbeere zu vertragen. Gift ist also nicht gleich Gift, und nur, weil ein Wildtier eine Pflanze verträgt, können wir uns noch lange nicht darauf verlassen, dass die auch für uns Menschen und unsere Haustiere ohne Gefahr ist.
Im Allgemeinen orientiert man sich, was Hund und Katze betrifft, an den Erfahrungen der Giftnotrufzentralen und geht davon aus, dass Pflanzen, die uns Menschen schaden, auch für unsere vierbeinigen Lieblinge ein Bedrohung darstellen … die können aber auch, gerade jetzt, mit Nahen der Weihnachtszeit, durch Plätzchen und Schokolade in Gefahr kommen: Ja, Schokoweihnachtsmänner können einen Hund schwer krank machen, weiß (http://www.openpr.de/news/592759/Bund-deutscher-Tierfreunde-e-V-Suessigkeiten-koennen-fuer-Haustiere-toedlich-sein.html) der „Bund deutscher Tierfreunde“. Schokolade enthalte nämlich den für Menschen ungefährlichen Wirkstoff Theobromin, der kleine Tiere jedoch töten kann!
Zum Glück müssen Hunde die Schokolade allerdings in größerer Menge fressen. Doch spätestens vier bis fünf Tafeln können nach Angaben der Tierfreunde einen Dackel dann umbringen. Schon früher sei das Gebiss der Tiere ruiniert, denen solch vermeintliche Leckerbissen alles andere als gut tun.
Das gilt, laut „Bund deutscher Tierfreunde“, auch für die salzige Variante. Hunde, Katzen oder Nager wie Meerschweinchen, die mit Kartoffelchips gefüttert werden, könnten schwere Magenprobleme bekommen und auch ernsthaft krank werden!
Auch aus Versehen verschluckte Süßigkeiten- oder Bonbonverpackungen sowie Lametta oder andere Dekormaterialien gelten bei den Tierschützern als tickende Zeitbombe. Bello oder Mieze sollten daher in dem Zimmer mit all seinen Verlockungen, gar einem Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen, niemals allein bleiben. Apropos, Weihnachtsbaum: Mit dem können wir uns im Frost erstarrte, aber durchaus noch quicklebendige Zecken ins traute Heim holen. Die Tanne oder Kiefer sollte daher zunächst auf ein weißes Tuch gestellt und die nach kurzer Zeit zu neuem Leben erwachten Plagegeister dann abgepflückt werden. Sonst könnten wir oder unsere Haustiere – und das mitten im Winter (!) -, plötzlich eine saugende Zecke am Bein haben.
Giftige Pilze können auch für unsere Vierbeiner zu einer tödlichen Gefahr werden …
… zudem werden, laut Horst Altmann, Vergiftungen durch Rosskastanien beschrieben. Hier weiß der Autor von zwei Kindern, die den Tod fanden!
Copyright by: Peter Hoffmann
Fotos: Peter Hoffmann
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