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Nov. 22, 2013 Redaktion Allgemein, Hunde 1
Ja, ist denn heut schon Weihnachten!? So könnten wir uns, auch beim Anblick der Zoogeschäfte, sicherlich fragen. Denn längst wurde auch hier „aufgerüstet“ und hat man sich, mit den neusten Produkten, fürs nahende Weihnachtsgeschäft fein geputzt …
Dabei mag es ja noch angehen, wenn Aquarien (die dann später eingerichtet werden) unter dem Baum liegen. Auch eine größere Behausung für eine Echse ist ein Geschenk, das den Halter ebenso wie sein Tier freut. Ein Unding wäre es dagegen, wenn lebende Tiere zum Fest verschenkt werden.
Leider eher die Regel denn eine Ausnahme. Und das, obwohl Tierheime, Tierschützer und auch Tierärzte alle Jahre wieder eindringlich davor warnen.
Und so kommt es, wie es kommen muss. Da gefällt die Farbe nicht (tatsächlich scheint unser Anspruchsdenken auch vor Lebewesen nicht halt zu machen!), entwickelt sich das niedliche Katzenkind zu einer „Kratz-Katze“ oder beginnt das Kaninchen plötzlich streng zu riechen, kennt „PETA Deutschland“ viele Gründe, durch die, kurz nach der Festtagsfreude, die anfängliche Hochstimmung nachhaltig getrübt wird: „Immer wieder werden Halter zudem von den hohen Kosten der Tierhaltung überrascht, weil sie sich zuvor nicht ausführlich mit der Thematik befasst haben“, plädieren die PETA-Aktivisten dafür, neben der Nahrung auch die regelmäßigen Tierarztbesuche für Impfungen und / oder Routinekontrollen im Budget einzuplanen.
Tatsächlich sollte man den Entschluss, „Familienzuwachs“ zu bekommen, niemals leichtfertig treffen: „Wichtig ist vor allem, sich über alle Pflichten und auch Kosten zu informieren“, mahnt (http://www.tierarzt-raab.de/de/raab/content/animal/health/others/91/) auch die Kleintierpraxis Klaus P. Raab am Wurmberg, wo man auch und gerade in den Hundeimporten ein großes Risiko und Problem sieht. Denn selbst ein großer diagnostischer und therapeutischer Kostenaufwand könne diese Hunde oftmals nicht mehr retten.
Jede Entscheidung sollte daher mit Vernunft und Verantwortung getroffen werden: „Krallen Sie sich zu Weihnachten einen Pullover, keine Katze! Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke“, macht (http://www.peta.de/web/tieresindkeineweih.2916.html) daher die Tierschutzorganisation PETA mobil. Und weiß, dass Hundewelpen oder Katzen-Kitten im Festtagstrubel allemal fehl am Platz sind: „Wenn Sie auch nach Weihnachten noch bereit sind, einem tierischen Mitbewohner ein neues Zuhause zu schenken, dann besuchen Sie bitte das örtliche Tierheim!“
Oder aber einen seriösen Züchter. Die nämlich gehören nicht zu jenen Hundevermehrern, die in der Vorweihnachtszeit ein gutes Geschäft sehen. Tatsächlich gibt es sogar Züchter, die rund um Weihnachten gute Gründe sehen (http://www.weisse-schaeferhunde.de/zeit10.htm), den ein oder anderen Interessenten abzulehnen … etwas, das bei fliegenden Händlern, die Welpen aus dem Kofferraum heraus verkaufen, auf ausländischen Tiermärkten oder bei dubiosen Internetadressen natürlich selten der Fall ist: „Die Haltungs- und Zuchtbedingungen sind vielfach katastrophal und tierschutzwidrig“, sieht PETA hier eine „Massenware Tier“, bei der oftmals nur noch das Geschäft zählt und Verluste bereits einkalkuliert sind.
Stattdessen sollte, wenn auch nach den Festtagen der Wunsch nach einem Tier noch groß ist, vielleicht lieber das örtliche Tierheim mit all seinen heimatlosen Hunden, Katzen, Kaninchen und Exoten besucht werden: „Jedes einzelne Tier wartet hier auf ein neues Zuhause, einige schon seit Jahren!“
Junge Hunde sind süß, und ohne Frage kann ein Welpe unserer Leben bereichern. Dennoch will der Kauf gut überlegt sein. Denn wir müssen auch auf manch zernagten Teppich sowie allerhand Pfützen und andere unschöne Bescherungen gefasst sein. Gute Gründe also, warum wir uns den Kleinen erst dann, wenn wir genügend Zeit für ihn haben, aber bestimmt nicht im Festtagstrubel ins Haus holen!
Copyright by: Peter Hoffmann
Foto: Peter Hoffmann
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