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Juni 10, 2015 Manuela Vogt Pferde 0
Der Sommer steht erst vor der Tür, doch die Saison der Plagegeister wie Fliegen, Bremsen und Kriebelmücken hat bereits begonnen. Fliegenschutz für das Pferd hilft, einen großen Teil der Insekten abzuwehren. Für einen gänzlich sicheren Schutz müssen aber besondere Geschütze aufgefahren werden.
Fliegen und andere Insekten werden vorwiegend über Geruch angelockt. Das kann Pferdeschweiß sein, aber auch Mist und Abfall in unmittelbarer Umgebung, welche noch dazu als Eiablageplatz dient.
Wichtig ist deshalb, auf Hygiene zu achten. Ein Misthaufen lässt sich in der Pferdehaltung zwar nicht vermeiden, doch sollte dieser möglichst abseits liegen. Vor allem im Stall sollte Abfall vermieden werden, denn dieser lockt Fliegen an.
Mücken mögen es gern feucht, weshalb sie vor allem in Gewässernähe anzutreffen sind. Sie sind aber nicht wählerisch und legen ihre Eier notfalls auch in Eimern mit Restwasser und sogar an feuchte Wände. Wer stehendes Wasser und Feuchtigkeit im Stall vermeidet, nimmt den Mücken die Möglichkeit.
Die meisten Insekten werden vom Geruch der Pferde angelockt, vor allem dem des Schweißes. Regelmäßiges Abspritzen spült alten Schweiß aus dem Fell heraus und kühlt noch dazu ab.
Mähne und Schweiß sind der natürlichste Fliegenschutz des Pferdes und sollten deshalb in angemessener Länge bleiben und nicht unnötig gestutzt werden.
Fliegendecken, Ohrenmasken und Fransenteile unterstützen das Pferd dabei, lästige Insekten abzuwehren. Fliegendecken bestehen aus Netzstoff und sind sowohl als Stall- und Weidedecke als auch als Reitdecke mit Sattelaussparung erhältlich. Ohrenmasken verdecken die Ohren komplett und sind in der Regel nur bei sehr empfindlichen Pferden oder bei verstärktem Kriebelmückenaufkommen notwendig. Meist ist ein „Fransenvorhang“ ausreichend.
Handelsübliches Fliegenspray für Pferde kann helfen, wirkt aber – wenn überhaupt – nur wenige Stunden. Chemische Mittel sollten vermieden werden.
Vor allem ein Befall mit Kriebelmücken ist für Pferde unangenehm. Die kleinen Tierchen belagern vor allem die Ohren und sind nur schwer wieder loszuwerden. Hier hilft es, die Ohrmuscheln dick mit Zinksalbe oder Melkfett einzuschmieren. Zinksalbe unterstützt die Wundheilung, ist zwar etwas zäh und schwer wieder entfernbar, trocknet aber auch schnell ab. Melkfett dagegen ist eine schmierige Angelegenheit, trocknet die Haut aber weniger aus.
Auch ätherische Öle helfen bei der Insektenabwehr. Im Stall hilft schon ein Strauß Lavendel oder ein für Tiere unerreichbar hängender Lappen, der in ätherische Öle wie Nelken oder Citronella getränkt wurde. Zur direkten Anwendung eignet sich selbstgemachtes Fliegenspray, welches aus Wasser und Essig besteht und ebenfalls mit ätherischen Ölen ergänzt wird.
Ein Geheimtipp zur Fliegen-, Bremsen- und Mückenabwehr sollen Schwarzkümmelöl und EM (Effektive Mikroorganismen) sein. Beides kann direkt auf das Pferd gesprüht werden. Schwarzkümmelöl wird hierfür mit Wasser verdünnt.
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